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10.000 Menschen von neuer Testpanne in Bayern betroffen – Technikprobleme anscheinend behoben

·Lesedauer: 3 Min.

Schon wieder gibt es Verzögerungen bei Testergebnissen in Bayern. Tausende Menschen, die sich an Flughäfen testen ließen, sind betroffen.

Die Teststrategie des bayerischen Ministerpräsident Markus Söder (CSU) scheint nicht besonders erfolgreich zu sein. Foto: dpa
Die Teststrategie des bayerischen Ministerpräsident Markus Söder (CSU) scheint nicht besonders erfolgreich zu sein. Foto: dpa

Die Technikprobleme, die für die erneute Verzögerung bei der Übermittlung Tausender Corona-Testergebnisse in Bayern verantwortlich sein soll, sind nach Angaben der Behörden behoben. Nach Auskunft des Dienstleisters Ecolog sei der Fehler gefunden worden, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Freitag in München mit.

Ressortchefin Melanie Huml (CSU) sagte, das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) habe beim regelmäßigen Controlling Verzögerungen bei der Befundübermittlung durch den Dienstleister festgestellt. „Dieser Vorgang zeigt, dass das Controlling durch das LGL bei den Testungen funktioniert.“ Das LGL habe Ecolog „nachdrücklich“ aufgefordert, die Übermittlungsprozesse umgehend zu beschleunigen und die Befunde schnellstmöglich zu übermitteln.

Huml verwies auch darauf, dass bislang bei rund 370.000 Reiserückkehrern an den Teststationen im Freistaat – also auch an Autobahnraststätten und Hauptbahnhöfen – Abstriche zur Untersuchung auf eine Corona-Infektion genommen wurden. Mehr als 4600 davon seien positiv gewesen. Daran sehe man „die riesige logistische Herausforderung und gleichzeitig den Erfolg der Testungen“, so Huml.

„Gerade Reiserückkehrer haben im Infektionsgeschehen der letzten Wochen eine besondere Rolle gespielt“, sagte die Ministerin. „Hier zu testen, viel zu testen, und die Richtigen zu testen ist ein wichtiger Schlüssel in der Pandemiebekämpfung. Dass hier Reisende nicht innerhalb der ohnehin schon sehr kurzen Zeit von 48 Stunden ihren Befund erhalten haben, ist dennoch bedauerlich.“

Betroffene verärgert über lange Wartezeiten

Von der jüngsten Panne bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen in Bayern sind rund 10.000 Menschen betroffen. Diese waren zwischen Samstag und Dienstag an bayerischen Flughäfen auf das Coronavirus getestet worden und bekamen nicht innerhalb der versprochenen Frist von 48 Stunden ein Ergebnis, wie ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums am Freitag in München mitteilte.

Grund sei ein EDV-Problem beim privaten Dienstleister Ecolog gewesen, der im Auftrag des Freistaats an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen die Tests durchführt. Am Donnerstagabend hatte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) die Verzögerungen bei den Teststationen an Flughäfen eingeräumt. Grund sei „ein Schnittstellenproblem in der Datenverarbeitung“ bei Ecolog.

Schon in der Vergangenheit hatte es Probleme bei der Übermittlung an mehreren Teststellen in Bayern gegeben. Mitte August war bekannt geworden, dass Zehntausende Menschen tagelang auf das Ergebnis ihres Corona-Tests gewartet hatten – darunter auch mehr als 900 positiv Getestete.

Am Freitag berichteten Betroffene über Chaos bei den bayerischen Teststationen auch an der Autobahn und zeigten sich verärgert über tagelange Wartezeiten. Auch die Opposition kritisierte fehlendes Management. „Ministerpräsident Söders Corona-Test-Debakel geht in die zweite Runde“, erklärte die Fraktionsvorsitzende der Landtags-Grünen, Katharina Schulze.

Am Freitag warnte auch das Landratsamt Kitzingen vor Verzögerungen. „Bereits Anfang der Woche meldete der Verband der akkreditierten medizinischen Labore in Deutschland, dass es einen erheblichen Rückstau bei den Tests gebe“, teilte die Behörde mit. Auch die Kapazitäten beim örtlichen Gesundheitsamt seien „nahezu ausgeschöpft“. Die Ergebnisse könnten deshalb nicht immer innerhalb der vorgesehenen ein bis zwei Tage vorliegen.

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