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Ruhestand: Kenne deinen Betrag X. Oder Spanne Y

Älteres Paar beim Strandurlaub reich
Älteres Paar beim Strandurlaub reich

Gibt es einen Betrag X für den Ruhestand? Alleine das ist schon ein Thema, über das wir eine Meng schreiben können. Grundsätzlich dürfte es jedoch so sein, dass es keinen allgemeingültigen Wert gibt. Nein, sondern es handelt sich um etwas Individuelles, das jeder für sich selbst bestimmen sollte.

Vielleicht ist nicht ein gewisser Betrag gut und günstig, wenn es um die Planung für den eigenen Ruhestand geht, nein, sondern eher eine Spanne. Lass uns im Folgenden ein paar Überlegungen in diese Richtung anstellen.

Betrag X oder Spanne Y für den Ruhestand!

Die Planungen für den eigenen Ruhestand sind in gewisser Weise relativ simpel. Wir können es auf einen einfachen Sachverhalt herunterbrechen. Generell sollten wir versuchen, unseren Lebensstandard im Vorfeld zu halten. Dafür müssen wir schauen, wie problematisch die Rentenlücke ist, und die Differenz bestimmen. Sowie überlegen, mit welcher Rendite wir realistisch als Entnahme rechnen können und per Dreisatz unser benötigtes Vermögen definieren.

Vielleicht sollten wir eine gewisse Sicherheitsspanne einplanen. So zum Beispiel eine in Höhe von 20 % für Ausnahmesituationen, Korrekturen oder Crashs. Oder auch eine Variabilität. Uns hilft es schließlich nicht, wenn wir einmal mit einem Betrag X unser Ziel erreicht haben, aber in den Folgejahren die Inflation mehr und mehr zum Problem wird und uns die Kaufkraft abhandenkommt.

Insofern glaube ich, dass dieser Betrag X für den eigenen Ruhestand eher etwas wie ein grobes Konstrukt sein sollte. Im Idealfall planen wir bereits mit einem ordentlichen Sicherheitspuffer. Oder eben mit einer Spanne, die wir erreichen wollen. Das bedeutet: Ein Basisziel, das rein rechnerisch ausreichend ist, um unsere finanziellen Ziele zu erreichen. Und andererseits die nötigen Sicherheitsleistungen, die darüber hinausgehen und unsere private Planung mit Aktien oder anderen Vermögensgegenständen sicherer machen können.

Nicht zu starr denken!

Im Endeffekt geht es mir bei der Planung für den Ruhestand darum, dass man als Anleger und Sparer nicht zu starr denken sollte. Nein, sondern im Idealfall plant man Sicherheiten und Flexibilitäten ein. Das stellt die eigene Vorsorge auf ein defensiveres Fundament. Wobei optimistische, pessimistische und realistische Ziele einen Vorgeschmack der Möglichkeiten bieten können.

Ich jedenfalls nutze dieses Konzept für mich selbst. Einen Betrag X gibt es zwar. Aber es ist eher eine gewisse Spanne, in der ich mich in Zukunft bewegen möchte. Idealerweise erreiche ich mein optimistisches Ziel, um möglichst defensive Klasse zu erhalten.

Der Artikel Ruhestand: Kenne deinen Betrag X. Oder Spanne Y ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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