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Royal Dutch Shell, BP & Co.: Die OPEC dämpft die Euphorie!

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.
silhouette of working oil pumps on sunset background
silhouette of working oil pumps on sunset background

Die Aktien von Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S), BP (WKN: 850517) und Co. hatten in den letzten Tagen mal wieder Oberwasser. Seit längerer Zeit endlich mal wieder. Mit weiter steigenden Notierungen von Brent und WTI haben sich auch die Aktienkurse der Ölkonzerne prächtig entwickelt.

Das Kalkül hinter der starken Entwicklung: Mit einem Impfstoff gegen COVID-19 könnte sich auch die Nachfrage nach dem schwarzen Gold wieder erholen. Das wiederum dürfte zu einem besseren Verhältnis aus Angebot und Nachfrage führen. Und somit die Preise mittel- bis langfristig auch fundamental stützen.

Zur Mitte der Woche war jedoch zunächst Schluss mit der positiven Dynamik. Die OPEC hatte sich erneut zur aktuellen Entwicklung der Märkte geäußert und für Pessimismus gesorgt. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Foolishe Investoren jetzt wissen müssen.

Die OPEC dämpft die eigenen Erwartungen

Wie jetzt vornehmlich die US-Medien, allen voran CNBC berichten, hat die OPEC erneut die Prognosen für das laufende Börsenjahr und auch für das kommende Jahr 2021 gesenkt. Demnach rechnet das Ölkartell im laufenden Jahr mit einem höheren durchschnittlichen Einbruch der Nachfrage. Sowie im kommenden Jahr mit einer schwächeren Erholung.

Die OPEC rechnet demnach mit einem Einbruch der Nachfrage um durchschnittlich 9,8 Mio. Barrel pro Tag. Noch einen Monat zuvor ging das Öl-Kartell von einem Einbruch von 9,5 Mio. Barrel pro Tag aus. Das entspricht einem weiteren Delta von 300.000 Barrel pro Tag, das die Angebots- und Nachfrageseite empfindlich treffen könnte.

Als wäre das nicht schon schlimm genug, sind auch die Erwartungen an das nächste Börsenjahr gedämpft worden. Zwar rechnet die OPEC noch mit einer Erholung der Märkte und speziell der Nachfrage. Allerdings soll diese bei ca. 6,3 Mio. Barrel pro Tag liegen. Vor einem Monat ging die Öl-Vereinigung von einer Erholung von 6,5 Mio. Barrel pro Tag aus. Im Juli lag die prognostizierte Verbesserung bei ca. 7 Mio. Barrel pro Tag.

Das zeigt, dass die Tendenz weiterhin sinkend ist. Wobei fraglich ist, ob die jüngsten Entwicklungen um den Impfstoff innerhalb dieser Prognose bereits berücksichtigt worden sind. Doch selbst in diesem Fall könnte es etwas Zeit benötigen, bis sich die Wirtschaft und damit auch die Nachfrage erholt. Das könnte entsprechend bereits eingepreist sein.

Schwierige Zeit für Shell, BP & Co.?

Für Foolishe Investoren zeigt diese Prognose: Es ist nicht alles eitel Sonnenschein. Der Markt bleibt möglicherweise weiterhin schwierig. Selbst wenn wir die derzeitige Tendenz ausklammern, die im kommenden Monat erneut leicht anders aussehen wird, bleibt eine Erkenntnis bestehen: Das Delta in 2020 wird in 2021 nicht vollständig ausgeglichen. Zumindest nicht, wenn es nach der Einschätzung der OPEC geht.

Für Royal Dutch Shell, BP und Co. könnten die Aussichten daher durchwachsen bleiben. Aber immerhin: Wenn sich die Nachfrage insgesamt wieder erholt, könnten die Notierungen von Brent und WTI zumindest stabil bleiben. Das könnte ein Preisniveau um 40 US-Dollar je Barrel implizieren, womit die Ölkonzerne möglicherweise wieder profitabel wirtschaften können. Wenn auch nicht auf dem Niveau des starken Geschäftsjahres 2019.

OPEC-Prognose: Mal sehen, was noch kommt!

Wie gesagt: Foolishe Investoren sollten diese Einschätzungen nicht als in Stein gemeißelt ansehen. Möglicherweise werden die kommenden Monate noch weitere, aktualisierte Ergänzungen bringen. Für den Moment steht jedoch fest: Das Börsenjahr 2021 könnte die Einbrüche des Jahres 2020 nicht in Gänze ausgleichen. Aber: Es könnte mehr Stabilität für Royal Dutch Shell, BP und Co. geben.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2020