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Royal Dutch Shell, BP & Co.: Droht jetzt die OPEC+ zu zerbröckeln?

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.
silhouette of working oil pumps on sunset background
silhouette of working oil pumps on sunset background

Es ist definitiv eine schicksalhafte Woche für Öl- und Erdgasaktien wie Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S), BP (WKN: 850517) und Co. Und auch für den Gesamtmarkt. Die OPEC+ trifft sich in diesen Tagen, um über die aktuelle Entwicklung im Ölmarkt zu beraten. Unterschwellig ist jedoch bereits im Vorfeld durchgesickert, dass einige Mitglieder des Kartells mit den aktuellen Förderkürzungen unzufrieden sind.

Wie gesagt: Eine schicksalhafte Woche. Jetzt scheinen sich erste Gerüchte abzuzeichnen, die Schwierigkeiten für den Gesamtmarkt bedeuten könnten. Und damit verbunden natürlich auch für Ölkonzerne wie Royal Dutch Shell und BP. Schauen wir einmal, was wir jetzt, zwar noch ein wenig vorschnell, wissen sollten.

Die OPEC+ gerät ins Wackeln

Einzelheiten des aktuellen Meetings beziehungsweise eine offizielle Stellungnahme sind zwar noch nicht bekannt geworden. Allerdings gibt es erste Gerüchte, die unter anderem der US-amerikanische Nachrichtendienst Bloomberg jetzt kolportiert. Der Nachrichtendienst verweist dabei auf anonyme Quellen, die der OPEC+ nahestehen.

Wie auch immer: Es scheint sich abzuzeichnen, dass das OPEC+-Mitglied Vereinigte Arabische Emirate unzufrieden mit den aktuellen Produktionsniveaus ist. Man erwäge im Extremfall sogar, aus dem Öl-Verbund auszutreten, sollte es nicht zu einer zufriedenstellenden Einigung kommen. Durchaus eine knallharte Verhandlungsposition, die alleine bereits Druck in den Markt bringen dürfte.

Es scheint sich eine schwierige Situation abzuzeichnen: Entweder gibt man den Forderungen nach mehr Volumen nach. Wobei die VAE nicht der einzige OPEC-Mitgliedsstaat ist, der sich unzufrieden zeigt. Auch Irak und Libyen haben sich für höhere Volumina ausgesprochen. Das würde sehr direkt zu sinken Preisen führen, jedoch das Kartell möglicherweise noch stärken. Oder die anderen Mitgliedsstaaten, die höhere Preise durchsetzen wollen, geben dem Druck nicht nach. Die Alternative könnte ein empfindlicher Schlag für die OPEC+ sein.

Droht eine Kettenreaktion?

Sollten die Vereinigten Arabischen Emirate Ernst machen, könnte das eine Kettenreaktion hervorrufen. Wie gesagt: Die VAE sind nicht der einzige Mitgliedsstaat, der not amused über die geringen Förderkapazitäten ist. Wenn das erste Mitglied austritt, könnten weitere folgen.

Mit dem Irak könnte ein weiteres Land gefunden sein, das diesem Beispiel folgen wird. Damit würde die OPEC+ einen Teil der Macht über das Ölpreisniveau verlieren. Mit potenziell unvorhersehbaren Konsequenzen.

Die Individuallösungen der Länder könnten alleine den Markt belasten. Aber auch das Machtvakuum, das durch eine schwächere OPEC+ entsteht. Im schlimmsten Fall könnten starker Förderer wie Saudi-Arabien ebenfalls ihre Produktion hochschrauben, um den Taten Konsequenzen folgen zu lassen und eine Lose-lose-Situation herzustellen.

Für Öl-Akteure wie Royal Dutch Shell, BP und Co. dürfte dieses OPEC+-Treffen daher keine sonderlich große Entspannung bringen. Das ist ein Zwischenfazit, das man für den Moment vermutlich ziehen kann. Auch ohne Details der Verhandlungen zu kennen.

OPEC+ & Ölmarkt: Viel Ungemach

Wieder einmal zeigt sich daher, dass es im Ölmarkt viel Ungemach gibt. Die aktuelle Situation ist für keinen der Akteure zufriedenstellend. Weder für die Staaten, die auf das schwarze Gold angewiesen sind, noch für Öl- und Erdgaskonzerne. Das grundlegende Problem bleibt das Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage. Hier könnte die OPEC+ nur die Symptome lindern. Wonach es gegenwärtig jedoch nicht aussieht.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2020