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Royal Dutch Shell, BP & Co.: Muss die OPEC+ jetzt China und die USA fürchten?

·Lesedauer: 3 Min.
silhouette of working oil pumps on sunset background
silhouette of working oil pumps on sunset background

Die Ausgangslage im Ölmarkt und für Aktien wie Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) oder BP (WKN: 850517) ist weitgehend klar. Brent und WTI notieren noch immer über der Marke von 80 US-Dollar. Die OPEC+ scheint derzeit nicht bereit, diese Ausgangslage mit mehr Fördervolumen zu verändern.

Wobei die Begründung durchaus relevant sein könnte. Einerseits zeichnet sich der Tenor ab, dass die OPEC+ durchaus das aktuelle Marktumfeld mag. Es liegen schließlich schwierige Jahre hinter den Ölnationen sowie auch der gesamten Industrie. Andererseits verweist das Kartell stets auf Unsicherheiten rund um die Angebots- und Nachfragesituation.

Möglicherweise könnte es schon bald zu einem Wechsel kommen. Oder dazu, dass die OPEC+ China und die USA fördert. Nicht unbedingt als Fördernationen. Aber als Teilnehmer, die trotzdem Einfluss auf den Markt ausüben könnten.

Muss die OPEC+ China und die USA fürchten?

Die USA und andere Nationen, vermutlich auch das energiehungrige China, das sich jedoch nicht so recht in die Karten schauen lässt, sind nicht gerade begeistert vom aktuellen Ölpreisumfeld. Es würgt die wirtschaftliche Erholung ab. Etwas, worum sich Ölnationen zugegebenermaßen weniger Sorgen machen müssen. Trotzdem ist es ihnen ein Ärgernis und Bitten und Betteln hat offenbar bislang nicht den gewünschten Effekt gehabt.

Um auf das zögerliche Verhalten der OPEC+ zu reagieren, steht plötzlich eine andere Variante im Raum. Demnach könnten China und die USA eigenständig das Angebot erhöhen. Beide Nationen besitzen schließlich eine strategische Reserve, die man auf den Markt werfen könnte, um Einfluss auf das derzeitige Gefüge auszuüben. Ob es dazu kommt? Bleibt abzuwarten, das könnte den Ölmarkt angebotsseitig jedoch ein wenig beruhigen.

Vielleicht ist das ein Szenario, das die OPEC+ sieht und fürchtet. Vielleicht auch nicht. Wie gesagt: Die Interessenlage könnte vielschichtig sein, lediglich, dass man bereit ist, das derzeitige Niveau zu halten, lässt sich mit Sicherheit ableiten. Im Kern bleibt sowieso die Frage: Was würde es bringen, wenn China und die USA diesen Schritt gehen würden?

Kann das die Marktsituation beeinflussen?

China und die USA könnten der OPEC zumindest kurzfristig zeigen, dass sie das Angebot und damit die Preise ebenfalls beeinflussen können. Damit würde sich das Angebot- und Nachfragegefüge ein wenig beruhigen und die Notierungen von Brent und WTI würden gegebenenfalls sinken. Es könnte jedoch ein anderer Effekt relevanter sein: Nämlich der, dass das Ölkartell plötzlich doch ein wenig die Kontrolle verliert. Wenn es um Machtdemonstration gehen sollte, reicht vielleicht bereits das Säbelrasseln für ein Entgegenkommen des Kartells, das dann rein formal am Drücker bliebe.

Dafür würden die USA und China jedoch einen finalen Trumpf aus der Hand geben. Nämlich die letzte Einflussnahme auf den Ölmarkt. Es sei denn, die USA würden selbst wieder verstärkt unter die Fördernationen gehen, was derzeit nicht abzusehen ist.

Insgesamt ist es ein interessantes Gedankenspiel, was wohl passieren könnte. Und ob die USA und China diesen Trumpf zücken und der OPEC zeigen, dass sie ebenfalls eine Manipulation im Ölmarkt vornehmen können. Ob das Kartell das auf sich sitzen lässt? Möglicherweise mit dem Ziel, diese Maßnahme ausbluten zu lassen? Eine andere Frage. Sowie auch, ob das den Ölmarkt nachhaltig vergünstigen könnte und Royal Dutch Shell oder auch BP es operativ merkten. Die kommenden Wochen und Monate könnten spannend werden.

Der Artikel Royal Dutch Shell, BP & Co.: Muss die OPEC+ jetzt China und die USA fürchten? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2021

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