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Royal Dutch Shell, BP & Co.: COVID-19 als weitere Belastung für Öl?

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.
silhouette of working oil pumps on sunset background
silhouette of working oil pumps on sunset background

Öl-Aktien wie die von Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S), BP (WKN: 850517) und weitere bekannte Namen kämpfen derzeit an einigen Fronten. Letztlich lassen sich jedoch viele Faktoren auf einen Sachverhalt herunterbrechen: Die noch immer niedrigen Notierungen von Brent und WTI.

Als Ölkonzerne sind die ehemaligen Dividendenperlen weiterhin von der Entwicklung des Gesamtmarktes abhängig. Auch wenn zumindest Royal Dutch Shell und BP inzwischen verkündet haben, sich vermehrt vom schwarzen Gold zu trennen, so ist der Restrukturierungsprozess natürlich nichts, was kurzfristig erfolgen kann.

Wie auch immer: Jetzt stehen Ölkonzerne wie Shell und BP möglicherweise vor einer weiteren Belastung. Die aktuelle COVID-19-Epidemie könnte den Ölmarkt insgesamt belasten. Schauen wir daher einmal, was Foolishe Investoren wissen sollten.

So tangiert COVID-19 den Ölmarkt

Wie wir mit Blick auf aktuelle Schlagzeilen, unter anderem im Handelsblatt, feststellen können, reagiert der Ölmarkt besorgt auf die derzeitige Epidemie-Lage. Insbesondere die steigenden Fallzahlen in großen Teilen Europas, aber auch das Bestehen der bisherigen Krisenherde sorgt demnach für Ungewissheit im Erdölmarkt. Das führt teilweise zu niedrigeren Preisen. Wobei Brent und WTI augenscheinlich zumindest noch immer mit der Marke von 40 US-Dollar je Fass kämpfen.

Foolishe Investoren könnten sich jedoch trotzdem eines fragen: Warum tangiert COVID-19 überhaupt den Ölmarkt? Die Antwort ist recht einfach: Weil steigende Fallzahlen einen Lockdown in der Wirtschaft wahrscheinlicher werden lassen. Oder aber zumindest die Aussicht, dass es zu regionalen Einbrüchen in der Industrie kommen könnte. Und entsprechend bei der Nachfrage nach dem schwarzen Gold.

Allerdings ist der Ölpreis derzeit natürlich nicht bloß an COVID-19 gekoppelt. Nein, zuletzt belasteten auch andere Faktoren. Wie mehrere Medien berichteten und unter anderem das Handelsblatt jetzt auch aufzeigt, scheint die OPEC+-Einigung wackeliger denn je. Einzelne Förderstaaten wie zuletzt vor allem der Irak scheinen ihren Einzelinteressen mehr Gewicht zu geben. Das könnte den fragilen Frieden ins Wanken bringen, der derzeit die Notierungen von Brent und WTI um die Marke von 40 US-Dollar pro Fass schützt.

Öl: Angebot und Nachfrage ein Problem

Aber was können wir als Foolishe Investoren aus diesen Erkenntnissen folgern? Und was heißt das möglicherweise für Öl-Aktien wie die von Royal Dutch Shell, BP oder vielen anderen? Wenn du mich fragst, können wir vor allem eine Erkenntnis hieraus ziehen: Sowohl das Angebot als auch die Nachfrage könnte jetzt kurz- bis mittelfristig ein weiteres Mal zum Problem werden.

Sollten die Fallzahlen weiter steigen, wäre die COVID-19-Epidemie möglicherweise eine Belastung für die Nachfrage, wie wir gerade gesehen haben. Und sollten einzelne OPEC-Mitgliedsstaaten die Förderkürzung konsequent aufweichen, könnte eine Kettenreaktion das Angebot bedeutend erhöhen. Kurz- und mittelfristig scheinen die Aussichten für den Erdölpreis daher nicht sonderlich solide zu sein. Sowohl Angebot als auch Nachfrage erweisen sich vielleicht als Belastungsfaktoren.

Foolishe Investoren von Öl-Aktien wie Royal Dutch Shell und BP sollten das berücksichtigen. An diesen beiden Fronten könnte sich nämlich abzeichnen, dass die Notierungen von Brent und WTI vielleicht ein weiteres Mal volatil werden.

Keine guten Aussichten für Shell und BP

Generell können wir daher sagen: Der Ölmarkt ist weiterhin aus dem Gleichgewicht und wird aktuell künstlich stabil gehalten. Allerdings existieren mehrere Faktoren, die mächtig an der Stabilität rütteln. Das wiederum bedeutet, dass die Aussichten für Öl-Aktien wie die von Royal Dutch Shell oder auch BP durchwachsen sein können.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2020