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ROUNDUP/Unwetter: Bahnverkehr eingeschränkt, Schäden an Stromleitungen

FRANKFURT/BOTTROP (dpa-AFX) -Wegen eines Unwetters ist der Zug-Fernverkehr in der Mitte Deutschlands am Montagabend beeinträchtigt. "Einzelne Strecken sind gesperrt und es kommt zu Umleitungen mit Verspätungen", teilte die Deutsche Bahn mit. Ein dpa-Reporter berichtete, am Frankfurter Hauptbahnhof rolle kein Zug mehr. Unwetterschäden gibt es laut Bahn im Raum Würzburg Hauptbahnhof.

Das Unwetter zog am Nachmittag und Abend über Teile Deutschlands hinweg und sorgte teilweise für erhebliche Schäden. So sind mancherorts etwa Autos sowie Strom- und Telefonleitungen beschädigt worden. Vereinzelt stürzten auch Bäume oder wurden Dächer abgedeckt.

In Bottrop wurde eine 19-Jährige auf dem Heimweg von der Arbeit von einem umfallenden Baum verletzt. Dieser sei unvermittelt auf den Gehweg gestürzt und habe die Passantin unter sich begraben, teilte die Feuerwehr mit. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst stellte sich heraus, dass die Beine der jungen Frau unter dem Baumstamm eingeklemmt waren. Dieser wurde per Motorkettensäge geteilt. Da schwerwiegende Verletzungen bei der 19-Jährigen nicht ausgeschlossen werden konnten, wurde ein Rettungshubschrauber angefordert, wie es hieß.

Von den Beeinträchtigungen im Bahnverkehr betroffen sind den Angaben zufolge Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. So würden die ICE-Züge zwischen Hanau und Gießen umgeleitet, ebenso die ICE zwischen Göttingen und Kassel, teilte die Bahn mit. ICE-Züge zwischen Koblenz und Bonn werden umgeleitet und verspäten sich um etwa 15 Minuten. Die Halte Bonn, Remagen und Andernach entfallen. Einen Ersatzhalt gibt es in Bonn-Beuel. ICE-Züge zwischen Hamm und Münster werden umgeleitet und verspäten sich um etwa 15 Minuten. Der Halt Hamm (W) entfällt.

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Im Rhein-Neckar-Raum rückten Polizei und Feuerwehr zu einer Vielzahl von Einsätzen aus, wie das Polizeipräsidium Mannheim am Abend mitteilte. Der entstandene Sachschaden lasse sich noch nicht beziffern, hieß es. In Hessen hatten die Feuerwehren Dutzende Einsätze aufgrund von Sturmböen. In Rheinland-Pfalz meldete das Polizeipräsidium Koblenz für seine Region zehn Pkw, die durch herabstürzende Bäume oder andere Gegenstände beschädigt worden seien. Auch Strom- und Telefonleitungen wurden demnach durch umstürzende Bäume in Mitleidenschaft gezogen. "Die Unterbrechungen waren nur von kurzer Dauer", hieß es aus Koblenz.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Abend vor örtlich starken Gewittern im Nordwesten, Süden und Osten. Zudem warnten die Experten vor teils schweren Sturmböen und verbreitet Sturm und Windböen. Ab Mitternacht soll es demnach örtlich Dauerregen geben, im Süden sei oberhalb von 1000 Metern sei sogar mit leichtem Schneefall zu rechnen. Am Dienstagmorgen kann es den Angaben zufolge oberhalb von 800 Metern örtlich glatt werden.