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ROUNDUP: Unternehmensstimmung im Euroraum trübt sich spürbar ein

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LONDON (dpa-AFX) - Angesichts steigender Corona-Neuinfektionen hat sich die Unternehmensstimmung im Euroraum wieder spürbar eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex sei im September um 1,8 Punkte auf 50,1 Zähler gefallen, teilte das Forschungsunternehmen IHS Markit am Mittwoch in London mit. Analysten hatten dagegen mit einer leichten Verbesserung auf im Schnitt 52,0 Punkte gerechnet.

Die Entwicklung im September verlief gespalten: Während sich die Stimmung in der Industrie verbesserte, trübte sie sich unter Dienstleistern deutlich ein. In den beiden größten Euro-Volkswirtschaften Deutschland und Frankreich fiel die Entwicklung entsprechend aus. Auffällig war jedoch die starke Stimmungsaufhellung in der deutschen Industrie. Mit 56,6 Punkten deutet der Indikator klar auf Wachstum hin.

Außerhalb Deutschlands und Frankreichs habe sich das Wachstumstempo in der Industrie verlangsamt, während der Dienstleistungssektor stärker geschrumpft sei, erklärte Markit.

Die Eurozone als Ganzes habe im September wirtschaftlich auf der Stelle getreten, sagte Markit-Chefökonom Chris Williamson. Er verwies auf steigende Corona-Infektionen, von denen die Dienstleister aufgrund persönlichen Kundenkontakts stärker betroffen seien als die Industrie. Williamson sprach von einer konjunkturellen Entwicklung im Euroraum in zwei Geschwindigkeiten.

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Region/Index September Prognose Vormonat

EURORAUM

Gesamt 50,1 52,0 51,9

Verarb. Gew. 53,7 51,9 51,7

Dienste 47,6 50,6 50,5

DEUTSCHLAND

Verarb. Gew. 56,6 52,5 52,2

Dienste 49,1 53,0 52,5

FRANKREICH

Verarb. Gew. 50,9 50,6 49,8

Dienste 47,5 51,5 51,5°

(Angaben in Punkten)