Deutsche Märkte schließen in 4 Stunden 35 Minuten
  • DAX

    13.258,49
    +131,52 (+1,00%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.502,27
    +39,23 (+1,13%)
     
  • Dow Jones 30

    29.591,27
    +327,79 (+1,12%)
     
  • Gold

    1.806,60
    -31,20 (-1,70%)
     
  • EUR/USD

    1,1875
    +0,0030 (+0,25%)
     
  • BTC-EUR

    15.917,02
    +335,88 (+2,16%)
     
  • CMC Crypto 200

    374,53
    +13,10 (+3,63%)
     
  • Öl (Brent)

    43,58
    +0,52 (+1,21%)
     
  • MDAX

    29.079,32
    +80,74 (+0,28%)
     
  • TecDAX

    3.040,59
    -13,45 (-0,44%)
     
  • SDAX

    13.593,55
    +44,52 (+0,33%)
     
  • Nikkei 225

    26.165,59
    +638,22 (+2,50%)
     
  • FTSE 100

    6.409,88
    +76,04 (+1,20%)
     
  • CAC 40

    5.565,26
    +73,11 (+1,33%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.880,63
    +25,66 (+0,22%)
     

ROUNDUP: Unternehmensstimmung deutet Schrumpfung der Eurozone an

·Lesedauer: 2 Min.

LONDON (dpa-AFX) - Die zunehmend kritische Corona-Lage droht, die konjunkturelle Erholung im Euroraum abzuwürgen. Der vom Institut IHS Markit erhobene Einkaufsmanagerindex fiel im Oktober um einen Punkt auf 49,4 Zähler, wie das Forschungsunternehmen am Freitag in London mitteilte. Nach dem dritten Rückgang in Folge liegt der Indikator wieder unter der 50-Punkte-Marke. Es wird damit eine wirtschaftliche Schrumpfung angedeutet.

Analysten hatten sogar mit einer noch etwas stärkeren Stimmungseintrübung gerechnet. Allerdings fielen die Umfrageergebnisse aus Deutschland teils besser aus als befürchtet. Die Entwicklung in Deutschland sei jedoch der einzige Lichtblick, erklärte Markit. In Frankreich und der übrigen Eurozone falle das Bild viel trüber aus.

Wie die monatliche Umfrage weiter zeigt, wurde vor allem der Dienstleistungssektor durch die zweite Corona-Welle in Europa belastet. Die Werte für die Industrie fallen dagegen wesentlich besser aus. In Deutschland legte der Indikator sogar spürbar zu. Für die gesamte Eurozone verbesserte er sich ebenfalls.

Es bestehe ein erhöhtes Risiko, dass die Eurozone zum zweiten Mal in einen wirtschaftlichen Abschwung gerate, betonte Markit-Chefökonom Chris Williamson. Er sprach von einer gespaltenen Entwicklung: Die Industrie wachse deutlich, da die Auslandsnachfrage anziehe. Die Dienstleister litten hingegen unter neuen Corona-Beschränkungen.

Die erste Corona-Welle im Frühjahr hatte die Wirtschaft der Eurozone drastisch belastet. Im Sommer folgte eine kräftige Erholung, weil die staatlichen Maßnahmen zur Virus-Eindämmung deutlich zurückgefahren wurden. Weil sich das Virus mittlerweile aber wieder stark verbreitet, fürchten Ökonomen eine erneute konjunkturelle Belastung. Ein derart heftiger Einbruch wie im Frühjahr wird bisher aber nicht erwartet.

^

Region/Index Oktober Prognose Vormonat

EURORAUM

Gesamt 49,4 49,2 50,4

Verarb. Gew. 54,4 53,0 53,7

Dienste 46,2 47,0 48,0

DEUTSCHLAND

Verarb. Gew. 58,0 55,0 56,4

Dienste 48,9 49,4 50,6

FRANKREICH

Verarb. Gew. 51,0 51,0 51,2

Dienste 46,5 47,0 47,5°

(Angaben in Punkten)