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ROUNDUP: Swiss Re kehrt in die Gewinnzone zurück

ZÜRICH (dpa-AFX) - Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re <CH0126881561> ist im zweiten Quartal in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Nach einem herben Verlust im ersten Jahresviertel stand nach den ersten sechs Monaten unter dem Strich ein Gewinn von 157 Millionen US-Dollar (154 Mio Euro), wie der Rivale von Munich Re <DE0008430026> und Hannover Rück <DE0008402215> am Freitag in Zürich mitteilte. Damit schnitt das Unternehmen etwas besser ab als von Analysten im Schnitt erwartet, blieb aber weit hinter dem Gewinn von gut einer Milliarde Dollar aus dem ersten Halbjahr 2021 zurück.

An der Börse beeindruckten die Nachrichten kaum. Die Swiss-Re-Aktie gehörte am Morgen in Zürich zunächst zu den Verlierern im Schweizer Leitindex SMI <CH0009980894>. Wenig später drehte ihr Kurs mit 0,3 Prozent ins Plus. Bessere Investmenterträge hätten das schwächere Versicherungsgeschäft des Konzerns mehr als ausgeglichen, schrieb Branchenexperte Philip Kett vom Analysehaus Jefferies.

Zum Jahresstart hatten der Ukraine-Krieg, Naturkatastrophen und die Corona-Pandemie der Swiss Re rote Zahlen eingebrockt. Aufs erste Halbjahr gesehen verdiente die Schaden- und Unfallsparte lediglich 316 Millionen Dollar und damit rund eine Milliarde Dollar weniger als im Vorjahreszeitraum. Großschäden vor allem durch die heftigen Überschwemmungen in Südafrika, die Stürme in Europa vom Februar und eine Reihe von Hagelstürmen in Frankreich im Juni belasteten die Sparte mit 938 Millionen Dollar.

Für mögliche Folgen des Ukraine-Kriegs hatte die Swiss Re bereits im ersten Quartal 283 Millionen Dollar zur Seite gelegt. Im zweiten Quartal sei diese Summe nicht aufgestockt worden, hieß es. Ein Großteil der Rückstellungen entfällt auf das Direktgeschäft des Rückversicherers mit Großkunden aus der Industrie. Die Sparte verbuchte deshalb ebenfalls einen Gewinnrückgang.

In der Lebens- und Krankenrückversicherung gelang der Swiss Re knapp die Rückkehr in die Gewinnzone, nachdem die vielen Corona-Toten in einigen Ländern ein Jahr zuvor und auch noch im ersten Jahresviertel rote Zahlen hinterlassen hatten.

Unterdessen steigerte der Konzern seine Nettoprämieneinnahmen im ersten Halbjahr um zwei Prozent auf 21,2 Milliarden Dollar. Wegen der steigenden Inflation dreht die Swiss Re bei ihren Kunden weiter an der Preisschraube. Bei der Vertragserneuerung im Schaden- und Unfallgeschäft zum 1. Juli setzte sie nach eigenen Angaben im Schnitt zwölf Prozent höhere Prämien durch. Nimmt man alle Neuverhandlungen seit Jahresbeginn zusammen, habe der Anstieg immerhin bei sechs Prozent gelegen.

Für Schaden- und Unfallversicherer wird die Begleichung vieler Schäden infolge der Inflation teurer. Dies versuchen sie mit einer Anhebung der Prämien aufzufangen.

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