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ROUNDUP: Stahlkonzern ArcelorMittal erholt sich - aber Nachfrage 'unter normal'

·Lesedauer: 2 Min.

LUXEMBURG (dpa-AFX) - Der Stahlkonzern ArcelorMittal <LU0323134006> hat im dritten Quartal wieder bessere Geschäfte verzeichnet. Im Vergleich zum Vorquartal habe sich die Nachfrage erholt, insbesondere aus der Autoindustrie, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Luxemburg mit. Im zweiten Quartal hatte die Corona-Pandemie die Wirtschaft in weiten Teilen lahmgelegt, Werke waren vorübergehend geschlossen worden. Dennoch liege die Nachfrage weiter unter dem normalen Niveau, die weitere Entwicklung bleibe unsicher, so der Konkurrent von Thyssenkrupp <DE0007500001> am Donnerstag in Luxemburg.

So sei es noch ein weiter Weg, bis die Nachfrage wieder auf Vorkrisenniveau zurückkehren werde, hieß es vom Unternehmen. Die Erholung sei zudem risikobehaftet, erläuterte Finanzvorstand Aditya Mittal in einer Telefonkonferenz mit Blick auf die wieder steigenden Infektionszahlen in vielen Regionen weltweit.

Die zweite Corona-Welle, insbesondere in Europa, werde jedoch nicht die Auswirkungen wie im zweiten Quartal haben, schätzt er. So laufe die Produktion weiter, ArcelorMittal fahre die Kapazitäten aktuell weiter hoch. Die Auftragsbücher seien im vierten Quartal derzeit sehr solide, die Lagerbestände zudem niedrig. Er sieht aktuell stärkere Auswirkungen des Lockdowns auf den Dienstleistungssektor.

Die Aktie gewann am Morgen an der Euronext knapp 1,7 Prozent. Die Ergebnisse seien insgesamt stark ausgefallen, erklärte Analyst Jack O'Brien von Goldman Sachs. Die Zielmarke für die Entschuldung habe der Konzern erreicht.

Im dritten Quartal sank der Umsatz verglichen mit dem Vorjahr von 16,6 Milliarden auf rund 13,3 Milliarden US-Dollar (11,4 Mrd Euro). Das operative Ergebnis (Ebitda) nahm von 1,06 Milliarden auf 901 Millionen Dollar ab. Die Zahlen fielen jedoch spürbar besser aus als im zweiten Quartal und lagen über den Erwartungen der Analysten.

Dabei profitierte ArcelorMittal neben einer Nachfrageerholung auch von Einsparungen. Unter dem Strich verzeichnete der Stahlkonzern einen Verlust von 261 Millionen Dollar, verglichen mit einem Minus von 539 Millionen Dollar im Vorjahr. Auch gegenüber dem zweiten Quartal ging der Fehlbetrag deutlich zurück.

Finanziell steht ArcelorMittal solide da. Per Ende September erreichte der Konzern sein Ziel einer Nettoverschuldung von 7 Milliarden Dollar. Das ist der niedrigste Stand seit der Fusion von Arcelor mit Mittal 2007. So betrug die Nettoverschuldung zum Ende des dritten Quartals 2008 etwa noch 32,5 Milliarden Dollar.