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ROUNDUP: Secunet kappt Gewinnziel - Aktie verliert 29 Prozent

ESSEN (dpa-AFX) -Der IT-Sicherheitsdienstleister Secunet Security Networks DE0007276503 hat seine Gewinnprognose wegen höherer Kosten und einem geringeren Umsatzanteil von profitablen Lizenzen gesenkt. Zudem blickt Secunet vorsichtig auf das kommende Jahr. Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde für 2023 jetzt ein Rückgang um etwas mehr als zehn Prozent auf rund 42 Millionen Euro erwartet, teilte der im SDax DE0009653386 gelistete Konzern überraschend am Freitagnachmittag in Essen mit. Bislang hatte Secunet Security Networks mit einem Anstieg auf 50 Millionen Euro gerechnet.

Etwas optimistischer wurde der Konzern beim Erlös. Dieser soll jetzt auf "mindestens" 375 Millionen Euro steigen. Bislang war lediglich ein Anstieg auf diesen Betrag in Aussicht gestellt worden gestellt werden. Anleger konzentrierten sich aber offenbar nur auf die Gewinnaussagen: Der Aktienkurs von Secunet rauschte auf den tiefsten Stand seit dem Frühjahr 2020.

Am Ende stand ein Minus von knapp 29 Prozent auf 130,60 Euro auf dem Kurszettel. Die Secunet-Aktie war im Herbst 2021 im Zuge der Hoffnung auf eine Fortsetzung des Booms, der unter anderem auf den Homeoffice-Trend in der Corona-Pandemie zurückging, bis auf 608 Euro geklettert. Danach ging es aber meist bergab. Mit dem Rückgang vom Freitag rutschte das Papier in diesem Jahr um rund ein Drittel ab, nachdem der Kurs 2022 bereits um rund die Hälfte gesunken war.

Inzwischen ist das Unternehmen an der Börse wieder nur noch etwas mehr als 900 Millionen Euro wert - in der Spitze waren es fast vier Milliarden Euro. Größter Aktionär des Unternehmens ist mit einem Anteil von 75 Prozent das Münchener Unternehmen Giesecke+Devrient, das unter anderem für Notenbanken Banknoten druckt oder Geldkarten herstellt.

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Secunet begründete das reduzierte Gewinnziel mit einem veränderten Produktmix mit abweichender Marge, der sich aus einem höheren Anteil mit Handelswaren sowie einem geringeren Anteil mit Lizenzen und Services zusammensetzt. "Zusätzlich führt die Umsetzung von zukunftsorientierten Projekten, insbesondere Investitionen in das Personal und das Produktportfolio, zu einem Anstieg der Kostenbasis." Der Vorstand erwartet, dass diese Effekte das kommende Jahr gleichermaßen beeinflussen werden.

"Die Planungen für das Jahr 2024 sind noch nicht abgeschlossen, jedoch geht der Vorstand derzeit davon aus, dass die Ertragsgrößen auf ähnlichem Niveau liegen könnten", hieß es in der Mitteilung. In den ersten neun Monaten zog der Umsatz um zwölf Prozent auf 239 Millionen Euro an. Der operative Gewinn fiel um fast 60 Prozent auf knapp zehn Millionen Euro. Weitere Kennziffern will das Unternehmen wie geplant am 9. November veröffentlichen.