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ROUNDUP: Rom erwartet 'entscheidende' Woche im Anti-Corona-Kampf

·Lesedauer: 2 Min.

ROM (dpa-AFX) - Italiens Regierung stuft die nächsten Tage als entscheidende Phase im Kampf gegen die Corona-Ausbreitung ein. Gesundheitsminister Roberto Speranza sagte der Zeitung "La Stampa" (Montag), es gebe ein Bündel von Anzeichen, dass sich die Lage stabilisieren könnte. Für Italien sei in der zweiten Corona-Welle das "Plateau" in Sicht, wenn sich etwa Ansteckungsraten und Zahl der Intensivpatienten stabilisierten. Zugleich kündigten mehrere Regionen neue Maßnahmen an.

"Wir wollen die Kurve steuern, ohne dass es zu einem völligen Lockdown kommt", unterstrich der Gesundheitsminister. "Die nächsten sieben bis zehn Tage werden entscheidend sein." Dann werde sich zeigen, ob die Politik der Regierung zur Teilung des Landes in drei Risikozonen Erfolg bringe. Die Mitte-Links-Regierung hatte die Maßnahmen mit einem Teil-Lockdown und tagsüber abgestuften Bewegungsverboten in Roten und Orangen Zonen am 6. November in Kraft gesetzt.

Einige der 20 Regionen protestierten gegen ihre Einstufung. Andere Gebiete erließen von sich aus noch schärfere Maßnahmen. So kündigten die Verantwortlichen in den Abruzzen (orange) in Mittelitalien nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa an, am Mittwoch eine Rote Zone auszurufen. Erwogen wurde die Schließung aller Schulen, doch das schien am Abend vom Tisch. In der Basilikata im Süden wurde das schon beschlossen. Dort sollen nun auch jüngere Kinder zu Hause bleiben. Ihre Schulen sind für zwei Wochen zu. Für ältere Schüler hatte Rom den Unterricht ohnehin national auf Online-Stunden umgestellt.

In Venetien berichtete Regionalpräsident Luca Zaia von einem probeweisen Einsatz von Corona-Schnelltests. Diese seien so einfach, dass jeder sie in wenigen Minuten machen könne. Italien mit seinen 60 Millionen Einwohnern registrierte bislang etwa 1,2 Millionen Corona-Fälle. Am Montag kamen rund 27 000 Neuansteckungen hinzu, am Montag vor einer Woche waren es 25 000 neue Fälle gewesen.