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ROUNDUP: Röttgen will als CDU-Vorsitzender Generalsekretärin

BERLIN (dpa-AFX) - Der CDU-Vorsitzkandidat Norbert Röttgen will im Fall seiner Wahl zum Parteichef "eine Frau" als Generalsekretärin. "Mein erstes Versprechen: Die erste Position, die frei wird, wenn ich Vorsitzender bin, wird - und zwar in der vordersten Reihe - mit einer Frau besetzt", sagte er am Mittwoch im RTL/n-tv-"Frühstart". Auf die Frage, ob er damit eine Frau als CDU-Generalsekretärin meine, sagte Röttgen: "Das ist ein hervorgehobenes, herausragendes Amt. Das ist das zweitwichtigste nach dem Vorsitzenden und aus meiner Logik, die ich vorgelegt habe, folgt genau das."

Bei den Bundesvorstandswahlen im Dezember dürften laut Röttgen wieder Ämter frei werden. "Und dann ist es auch eine Frage des politischen Führungswillens, dass in die vorderste Reihe, und nicht in die zweite Reihe, Frauen kommen, die wir haben, um sichtbar zu machen: Wir sind eine Frauenpartei."

Röttgen hatte am Dienstag mitten in die Kandidatur-Pressekonferenz von Mitbewerber Armin Laschet, der von Gesundheitsminister Jens Spahn unterstützt wird, getwittert, dass er mit einer Frau in seinem Team für den Parteivorsitz kandidieren wolle.

Röttgens erklärte, die CDU müsse die Mitte neu erobern, um Großstadtpartei bleiben zu können. "Zum Beispiel glaube ich, dass für diese neue Mitte entscheidend ist, - mal strategisch für die CDU gesprochen - dass wir die Grünen bezwingen, dass wir auch gegenüber den Grünen wieder Punkte erringen und sie auf Abstand halten", sagte er RTL/n-tv. Der neue Parteichef müsse deshalb über klimapolitische Glaubwürdigkeit verfügen. Klimapolitik sei "eine Frage von Kompetenz, von Technologie, von Innovation, von internationaler Verantwortung", sagte Röttgen. Er verkörpere diese Eigenschaften.