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ROUNDUP: Pfeiffer Vacuum mit vorsichtigem Ausblick trotz starkem Jahresbeginn

·Lesedauer: 2 Min.

ASSLAR (dpa-AFX) - Der Vakuumpumpenhersteller Pfeiffer Vacuum <DE0006916604> ist angesichts weiterer Unsicherheiten und höherer Investitionen beim Jahresausblick vorsichtig. Der Umsatz soll um mehr als 5 Prozent zulegen, die operative Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern höher liegen als im Vorjahr, wie der SDax<DE0009653386>-Konzern am Donnerstag in Aßlar mitteilte. Analysten hatten bei der Marge zuvor einen deutlichen Anstieg von 7,3 Prozent auf 10,3 Prozent einkalkuliert, was einer Rückkehr zum Niveau von 2019 entsprechen würde. Pfeiffer will vor allem im zweiten Halbjahr mehr Geld in Forschung und Entwicklung stecken, um das Wachstum anzukurbeln. Beim Umsatz hatten Analysten zuvor ein Plus von rund 6 Prozent auf dem Zettel für 2021.

Pfeiffer sprach von einer starken Nachfrage zu Jahresbeginn, in der zweiten Jahreshälfte rechnet das Unternehmen aber vor allem im Halbleitermarkt mit einer nachlassenden Dynamik. Pfeiffer stellt unter anderem Vakuumspezialpumpen für Reinräume in Chipfabriken und Labors her. Derzeit rüsten die Chipfertiger wegen der Knappheit bei Halbleitern ihre Kapazitäten auf. Auch die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie lasse den Konzern bei der Prognose vorsichtig bleiben, hieß es.

Für den Analysten Martin Comtesse vom Investmenthaus Jefferies liegt der Ausblick im Rahmen der Marktschätzungen. Für Begeisterung sorge er aber dennoch nicht gerade, wenn man das aktuell positive Halbleiterumfeld berücksichtige, fügte der Experte hinzu. Angesichts weiterer Restrukturierungskosten und nur begrenzter, positiver Größeneffekte könnten die Margenerwartungen einiger Börsianer zu hoch sein.

Die Aktie der Hessen gewann zum Handelsstart, drehte dann aber ins Minus. Zuletzt fiel sie um 0,88 Prozent auf 157,60 Euro. Zwischen etwa 155 und 160 Euro liegt aktuell eine Unterstützungszone. Das Papier hatte Anfang Januar einen kleinen Höhenflug bis über die Marke von 190 Euro gestartet mit der Ankündigung, dass sich das Unternehmen neue ambitionierte Mittelfristziele setzen wolle. Seitdem ist der Kurs aber wieder auf das vorherige Niveau abgebröckelt. In der Region hatte die Aktie auch schon vor dem Ausbruch der Corona-Krise gelegen.

"Wir sind gut aufgestellt, um unsere Finanzergebnisse im Jahr 2021 in einem nach wie vor herausfordernden Umfeld zu verbessern", sagte Konzernchefin Britta Giesen. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr spürbar unter der Corona-Pandemie gelitten, der Nettogewinn ging um ein gutes Drittel auf 31,6 Millionen Euro zurück. Der Umsatz war wie bereits bekannt um 2,2 Prozent auf 618,7 Millionen Euro gesunken, Produktivitätsverluste in der Pandemie und erhöhte Abschreibungen hatten das operative Ergebnis um 30,5 Prozent auf 45,3 Millionen Euro abrutschen lassen.