Deutsche Märkte schließen in 2 Stunden 44 Minuten
  • DAX

    15.138,71
    -32,07 (-0,21%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.989,07
    -13,72 (-0,34%)
     
  • Dow Jones 30

    34.230,34
    +97,34 (+0,29%)
     
  • Gold

    1.792,40
    +8,10 (+0,45%)
     
  • EUR/USD

    1,2058
    +0,0049 (+0,41%)
     
  • BTC-EUR

    47.891,58
    +1.634,67 (+3,53%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.482,44
    +77,13 (+5,49%)
     
  • Öl (Brent)

    65,12
    -0,51 (-0,78%)
     
  • MDAX

    32.248,17
    -288,57 (-0,89%)
     
  • TecDAX

    3.380,44
    -55,40 (-1,61%)
     
  • SDAX

    15.886,95
    -181,89 (-1,13%)
     
  • Nikkei 225

    29.331,37
    +518,77 (+1,80%)
     
  • FTSE 100

    7.046,46
    +7,16 (+0,10%)
     
  • CAC 40

    6.332,40
    -7,07 (-0,11%)
     
  • Nasdaq Compositive

    13.582,42
    -51,08 (-0,37%)
     

ROUNDUP: Nestle startet zu Jahresbeginn durch - Aktie zieht deutlich an

·Lesedauer: 3 Min.

VEVEY (dpa-AFX) - Kunden des Lebensmittelkonzerns Nestle <CH0038863350> griffen zum Jahresauftakt vor allem bei Kaffee, Milchprodukten und der Tierfuttermarke Purina zu. Das zeigt Wirkung: So stark wie im vergangenen Quartal ist der Nestle-Umsatz schon seit langem nicht mehr gewachsen. Der Vorstand um Konzernchef Mark Schneider sieht sich damit auf gutem Weg zu seinen Jahreszielen. 2021 will Nestle sein Wachstumstempo im Vergleich zum bereits starken Vorjahr weiter beschleunigen.

Insgesamt setzte Nestle im ersten Quartal rund 21,1 Milliarden Schweizer Franken (rund 19,1 Mrd Euro) um, wie der Schweizer Konzern am Donnerstag in Vevey mitteilte. Ein Jahr zuvor waren es noch 20,8 Milliarden Franken gewesen. Aus eigener Kraft, also gerechnet ohne Wechselkurseffekte und Zu- und Verkäufe, legten die Erlöse des weltgrößten Lebensmittelherstellers zwischen Januar und März um 7,7 Prozent zu.

Damit konnte Nestle sein Wachstumstempo deutlich beschleunigen. Zum Vergleich: Im vorangehenden Jahresviertel hatte das organische Plus noch bei 3,9 Prozent gelegen, im Gesamtjahr 2020 hatte Nestle mit 3,6 Prozent Zuwachs aus eigener Kraft den höchsten Stand seit fünf Jahren erreicht.

Mit dem kräftigen Wachstum zum Jahresstart habe Nestle nun das beste Quartal seit 2011 erzielt, schrieb Jefferies-Analyst Martin Deboo. Ohne offensichtliche Sondereffekte habe der Konzern schlicht eine tolle Entwicklung vorzuweisen, so der Branchenexperte. Es stelle sich nur die Frage, warum der Ausblick nicht erhöht wurde.

Nestle-Chef Mark Schneider peilt für 2021 bisher unverändert ein organisches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich an, was laut Konzerndefinition ein Plus von 4 bis 6 Prozent bedeuten würde. "Wir sind erfreut über das starke und breit abgestützte organische Umsatzwachstum im ersten Quartal", sagte er laut Mitteilung. Nestle habe dadurch weitere Marktanteile gewinnen können. Zudem profitierte der Konzern von höheren Preisen.

Mit seinem Wachstum konnte Nestle im ersten Quartal die Analystenerwartungen klar übertrumpfen, im Mittel hatten diese weit weniger auf dem Zettel. Auch die Investoren honorierten das überraschend gute Abschneiden. Die Nestle-Aktie setzte sich am frühen Morgen mit einem Plus von zuletzt fast drei Prozent an die Spitze des Schweizer Leitindex' SMI <CH0009980894>.

Der hohe organische Zuwachs zum Jahresstart bei Nestle ist umso bemerkenswerter, da bereits das Vorjahresquartal stark ausgefallen war: Damals hatten im Zuge der beginnenden Corona-Pandemie Hamsterkäufe in den Industrieländern den Nestle kräftig Rückenwind beschert.

Treiber des jetzigen Wachstums waren vor allem Kaffee-Marken wie Nespresso, Nescafe und die von den Schweizern vermarkteten Starbucks <US8552441094>-Produkte. In der Pandemie rissen die Kunden neben Milchprodukten und Backmischungen dem Konzern aber auch Fertiggerichte und vegetarische Produkte aus der Hand. Auch mit Tierfutter setzten die Schweizer mehr um.

Allerdings hat Nestle einen Gegenspieler: den Schweizer Franken. Die Stärke der heimischen Währung zehrt bereits seit einigen Quartalen die Umsatzzuwächse auf, da von den höheren Auslandserlösen bei der Umrechnung in die Heimatwährung weniger bleibt. So war es auch diesmal. Die Wechselkurseffekte machten im vergangenen Jahresviertel mehr als fünf Prozentpunkte des organischen Wachstums zunichte.

Hinzu kam, dass Nestle sich im Zuge des von Schneider eingeleiteten Konzernumbaus von weiteren Unternehmensteilen trennte. So wurde etwa das nordamerikanische Wassergeschäft verkauft.

Nominal stieg der Umsatz damit noch um 1,3 Prozent. Da der ausgewiesene Umsatzanstieg wohlgemerkt von Währungseffekten und Zu- und Verkäufen beeinflusst wird, ist er für Analysten und Investoren jedoch zweitrangig.