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ROUNDUP: Luxusgüterkonzern Kering steigert Umsätze deutlich - Gucci enttäuscht

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PARIS (dpa-AFX) - Eine rege Nachfrage vor allem aus Nordamerika hat dem französischen Luxusgüterunternehmen Kering <FR0000121485> ein gutes drittes Quartal beschert. Und auch vom weiter anziehenden Online-Verkauf profitierte der Konzern. Allerdings fiel der Umsatzuwachs geringer aus als in den bisherigen Quartalen des Jahres. Und auch die mit Abstand wichtigste Marke Gucci blieb hinter den Erwartungen der Analysten zurück. An der Börse kamen die Nachrichten gar nicht gut an. Am Mittwochvormittag rutschte die Kering-Aktie um 4,2 Prozent auf rund 622 Euro ab.

Relativ zum Vorjahreszeitraum stieg der Umsatz auf vergleichbarer Basis im dritten Quartal um 12,2 Prozent auf knapp 4,2 Milliarden Euro, wie der im Eurostoxx 50 <EU0009658145> notierte Konzern am Dienstag nach Börsenschluss in Paris mitteilte. Das war etwas mehr als von Experten geschätzt. Verglichen mit dem Vor-Corona-Quartal 2019 stieg der Umsatz um ein Zehntel.

Regional gesehen steigerte der Konzern mit Marken wie Yves Saint Laurent, Bottega Veneta oder Alexander McQueen seinen Umsatz vor allem in Nordamerika. Dort ging der Erlös um fast ein Drittel hoch. In Westeuropa und Japan erholten sich die Geschäfte zwar weiterhin, allerdings litten die Märkte nach wie vor unter dem weggebrochenen Tourismus, hieß es.

Zwar konnte die mit Abstand wichtigste Marke Gucci ihren Erlös auf vergleichbarer Basis um 3,8 Prozent auf knapp 2,2 Milliarden Euro steigern. Analysten hatten allerdings mit deutlich mehr gerechnet. Damit macht Gucci mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes aus. Kering profitierte auch in diesem Segment von Kunden in Westeuropa und Nordamerika. In dem für Gucci bedeutsamste Absatzmarkt Asien-Pazifik belastete die Corona-Pandemie hingegen weiter den Erlös.

Analyst Flavio Cereda von der Investmentbank Jefferies bemängelte, die Schwäche Guccis könne schwerer wiegen als die Stärke aller anderen Geschäftsbereiche. Allerdings dürfte sich die Lage von Gucci im Schlussquartal des Jahres wieder bessern. Analyst Piral Dadhania von der kanadischen Bank RBC hingegen führte an, in allen anderen Geschäftsbereichen habe das Unternehmen die Erwartungen übertroffen.

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