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ROUNDUP: Luftwaffe soll 38 neue Eurofighter bekommen

·Lesedauer: 2 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Die Luftwaffe soll mit 38 neuen Kampfflugzeugen vom Typ Eurofighter ausgerüstet werden. Einen Tag nach dem Verteidigungsausschuss haben am Donnerstag auch die Haushaltspolitiker des Bundestages grünes Licht für das Beschaffungsprogramm im Umfang von etwa 5,5 Milliarden Euro gegeben. Für das Vorhaben "Quadriga" votierten Abgeordnete von Union, SPD, FDP und AfD, wie Teilnehmer der Sitzung der Deutschen-Presse-Agentur erklärten. Die Grünen enthielten sich. Die Linke stimmte dagegen.

Die neuen Kampfflugzeuge des Herstellers Airbus sollen nach dem Willen von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) ältere Maschinen der Luftwaffe ersetzen. Ein Vertragsabschluss, der nun möglich ist, würde Deutschland zur größten Eurofighter-Bestellernation mit 181 Flugzeugen seit dem Beginn des Programms machen.

Der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz, begrüßt den Beschluss: "Diese wichtige Entscheidung stärkt unsere Fähigkeiten in der Luftwaffe. Mit dem Ersatz der veralteten und reparaturanfälligen Tranche 1 erhöhen wir die Einsatzbereitschaft der Eurofighter-Flotte und damit unsere Verlässlichkeit im Bündnis."

Die Eurofighter der ersten Generation sind seit 2004 im Betrieb. Sie haben die Luftwaffe über die Jahre vor immer größere Herausforderungen gestellt, wie das Militär mitteilte. Die ältere Technik könne nur mit hohem Aufwand einsatzbereit gehalten werden, teilweise gebe es Engpässe bei der Beschaffung von Ersatzteilen.

Die Luftwaffe erhalte nun ein "mehrrollenfähiges Luftfahrzeug, das - anders als die Tranche 1 - nicht nur gegen gegnerische Flugzeuge, sondern auch gegen Ziele am Boden eingesetzt werden kann", teilte die Luftwaffe mit. Zu beidem hat sich Deutschland gegenüber der Nato verpflichtet. Die neuen Kampfflugzeuge werden mit modernsten Radargeräten ("Active Electronically Scanned Array"/AESA) ausgerüstet sein. Damit macht die Luftwaffe nach eigenen Angaben "bei der Digitalisierung einen gewaltigen technologischen Schritt".

Der neue "Eurofighter Tranche4" sei das beste und modernste Kampfflugzeug, das Europa derzeit zu bieten habe, verspricht Hersteller Airbus. Die Entscheidung Deutschlands dürfte in der Schweiz verfolgt werden und die Exportchancen des Eurofighter erhöhen, so hofft der Hersteller. Hier bietet Deutschland gemeinsam mit Airbus den Eurofighter als Ersatz für die F-18 Flugzeuge der Schweizer Luftwaffe an. Abgabe des Angebots in der Schweiz ist der 18. November.

In Europa hängen nach Angaben von Airbus mehr als 100 000 Arbeitsplätze am Eurofighter-Projekt, allein 25 000 davon in Deutschland - etwa 3500 bei Airbus, der Rest bei kleinen und mittelständischen Zulieferern.