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ROUNDUP: Luftfahrt-Flaute hält Triebwerksbauer Safran im Griff - Aktie gibt nach

·Lesedauer: 2 Min.

PARIS (dpa-AFX) - Der französische Triebwerksbauer und Technologiekonzern Safran <FR0000073272> leidet weiter unter der Luftfahrt-Flaute infolge der Corona-Pandemie. Konzernchef Olivier Andriès zeigte sich bei der Vorlage der Halbjahreszahlen am Mittwochabend dennoch optimistisch und machte im zweiten Quartal den Beginn einer Erholung aus. Er hofft, dass sich der wieder zunehmende Luftverkehr am Ende auch in den Jahresahlen des Unternehmens widerspiegeln wird. An der Börse wurden die Nachrichten jedoch negativ aufgenommen.

Die Safran-Aktie verlor am Donnerstag in Paris bis zur Mittagszeit rund 2,4 Prozent und gehörte damit zu den Schlusslichtern im Eurozonen-Auswahlindex EuroStoxx 50 <EU0009658145>. Damit rutschte das Papier auch im laufenden Jahr wieder ins Minus. Analystin Milene Kerner von der britischen Bank Barclays bewertete Safrans Halbjahreszahlen als schwach. Zudem seien die Markterwartungen für die zweite Jahreshälfte mit Blick auf die Ertragsentwicklung wohl zu optimistisch.

In den ersten sechs Monaten fiel Safrans Umsatz mit 6,9 Milliarden Euro mehr als ein Fünftel niedriger aus als im bereits coronageprägten Vorjahreszeitraum. Das bereinigte operative Ergebnis sank noch stärker und lag mit 659 Millionen Euro gut 30 Prozent unter dem Vorjahreswert. Unter dem Strich stand - Sondereffekte herausgerechnet - ein Überschuss von 269 Millionen Euro, nur noch gut halb so viel wie ein Jahr zuvor.

Der freie Mittelzufluss ging um mehr als ein Fünftel auf 701 Millionen Euro zurück. In den kommenden Monaten soll es hier aber wieder besser laufen. So rechnet die Safran-Führung jetzt für 2021 mit einem höheren Zufluss als im Vorjahr. Dazu sollen Vorabzahlungen für den Export des französischen Kampfjets Rafale beitragen, dessen Triebwerk von Safran stammt.

Für 2021 rechnet Andriès auf vergleichbarer Basis und bereinigt um Währungskurse mit einem Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Zuvor hatte das Management einen Schwund von 2 bis 4 Prozent in Aussicht gestellt. Safran ist ein Konkurrent des deutschen Triebwerkbauers MTU <DE000A0D9PT0>, der an diesem Freitag seine Zahlen für das zweite Quartal vorlegt.

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