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ROUNDUP: LPKF scheut konkrete Prognose - 2020 am unteren Prognoseende

·Lesedauer: 2 Min.

GARBSEN (dpa-AFX) - Der Laserspezialist LPKF <DE0006450000> ist von der Corona-Pandemie weiter arg getroffen und scheut eine konkrete Prognose. Beim Umsatz schaffte der SDax<DE0009653386>-Konzern im vergangenen Jahr mit einem Rückgang um fast ein Drittel auf 96,2 Millionen Euro nur knapp die untere Schwelle des eigenen Ausblicks. Bei der Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern lagen die Niedersachsen mit 7,8 Prozent sogar leicht unter der zuletzt angepeilten Spanne von 8 bis 12 Prozent. Die Aktie sackte deutlich ab.

Der Nettogewinn schrumpfte um rund 60 Prozent auf 5,3 Millionen Euro, wie LPKF in Garbsen am Mittwoch mitteilte. Finanzchef Christian Witt und der ausscheidende Vorstandschef Götz Bendele gehen zwar davon aus, dass LPKF 2021 wieder deutlich wachsen wird. Allerdings sei der Zeitpunkt und die Geschwindigkeit der erwarteten gesamtwirtschaftlichen Erholung in den relevanten Märkten noch ungewiss. LPKF will wie vor einem Jahr eine Dividende in Höhe von 0,10 Euro je Aktie vorschlagen.

Die Aktie fiel am Vormittag um fast 11 Prozent auf 22,70 Euro, zwischenzeitlich markierte sie ein neues Jahrestief. Einem Börsianer zufolge enttäuschte der Laserspezialist mit der Tatsache, dass für 2021 kein klarer Ausblick formuliert wurde. Hinzu komme, dass auch die 2020 erreichte Profitabilität den Markt wohl nicht zufrieden stelle, fügte der Börsianer hinzu. Am Vortag waren die Papiere schon um knapp vier Prozent unter Druck geraten.

"Zum jetzigen Zeitpunkt - in der vierten Märzwoche 2021 - ist noch nicht absehbar, wie sich die nächste und hoffentlich letzte Phase der COVID-19-Pandemie in den kommenden Wochen in den verschiedenen Ländern abspielen wird", schrieben Bendele und Witt im Geschäftsbericht.

LPKF bietet Lasersysteme für die Herstellung von Leiterplatten, Mikrochips, Autoteilen, Solarmodulen und anderen Komponenten an. Verzögerte Bestellungen und Lieferungen führten zu einem erheblichen Umsatzrückgang, wie Noch-Chef Bendele ausführte. Vor allem die beiden größten Kunden streckten oder verschoben Großprojekte. Der Umsatzanteil mit diesen beiden Kunden sackte von über 50 auf unter 30 Prozent.

Die Mittelfristziele sollen aber bestehen bleiben. 2024 rechnet das Management weiter mit einem Konzernumsatz von mehr als 360 Millionen Euro und einer operativen Marge (Ebit) von über 25 Prozent.

Bendele verlässt das Unternehmen mit seinem Ende April auslaufenden Vertrag und wechselt zum Halbleiterunternehmen Süss Microtec <DE000A1K0235>.