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ROUNDUP: Bei Krones sprudeln Aufträge und Gewinn - Kurs dreht nahe Rekordhoch ab

NEUTRAUBLING (dpa-AFX) -Der Abfüll- und Verpackungsanlagen-Hersteller Krones DE0006335003 ist trotz der schwächelnden Wirtschaft in vielen Ländern mit kräftigen Zuwächsen ins Jahr gestartet. Umsatz und Gewinn legten noch stärker zu als von Analysten erwartet. Die Investitionsbereitschaft der internationalen Getränkeunternehmen sei weiterhin sehr hoch, teilte das Unternehmen am Freitag in Neutraubling mit. Die Märkte von Krones seien von Konjunkturschwankungen kaum betroffen. Anleger an der Börse trauten den glänzenden Aussichten jedoch nicht ganz und schickten die Krones-Aktie in den Sinkflug.

Am Morgen büßte das Papier zeitweise dreieinhalb Prozent ein. Zuletzt lag es noch mit fast zwei Prozent im Minus bei 115,20 Euro, gehörte damit aber immer noch zu den größten Verlierern im Nebenwerte-Index SDax DE0009653386. Allerdings hatte sich der Krones-Kurs in den vergangenen Monaten stark entwickelt. Nachdem er zu Beginn der Corona-Krise im Jahr 2020 bis unter die Marke von 42 Euro abgestützt war, erreichte er Ende April 2023 mit 120,30 Euro vorübergehend fast wieder sein Rekordhoch von 122,80 Euro aus dem Jahr 2018.

Analyst Peter Rothenaicher von der Baader Bank attestierte dem Unternehmen am Freitag exzellente Quartalszahlen. Die vom Vorstand bestätigten Jahresziele erschienen daher konservativ. Er selbst hält die Aktie für attraktiv bewertet.

Im ersten Quartal holte Krones Aufträge im Wert von gut 1,5 Milliarden Euro herein. Das waren zwar knapp drei Prozent weniger als im außergewöhnlich guten Vorjahreszeitraum, aber rund 28 Prozent mehr als im vierten Quartal 2022.

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Der Umsatz sprang zum Jahresauftakt nun im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum indes um gut 21 Prozent auf fast 1,2 Milliarden Euro nach oben. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) zog um fast ein Drittel auf knapp 115 Millionen Euro an. Unter dem Strich verdiente Krones mit 63,5 Millionen Euro rund 58 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Vorstandschef Christoph Klenk berichtete von einer "außerordentlich" hohen Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen des Unternehmens. Trotz des deutlich gestiegenen Umsatzes sei der Auftragsbestand in den ersten drei Monaten um 314 Millionen auf 3,78 Milliarden Euro geklettert.

Diesen Erfolg wertet der Manager auch aus Herausforderung: So müsse der "enorme Auftragsberg" fristgerecht und in gewohnter Qualität abgearbeitet werden. Zwar habe sich die Lage auf den Beschaffungsmärkten stabilisiert. Von einer Normalität könne aber noch keine Rede sein. So dürfte der Mangel an Elektronikbauteilen nach seiner Einschätzung erst in der zweiten Jahreshälfte nachlassen.

Während sich die Aussichten für die Weltkonjunktur zuletzt wieder eingetrübt hatten, sieht Klenk sein Unternehmen in grundsätzlich vorteilhafter Position. Die Märkte für des Unternehmens wüchsen stabil, und die Nachfrage werde kaum von zyklischen Konjunkturschwankungen beeinflusst, schrieb er an die Aktionäre. Daher rechnet er für das laufende Jahr weiterhin mit einem Umsatzwachstum zwischen 8 und 11 Prozent. Davon sollen 9 bis 10 Prozent als operativer Gewinn (Ebitda) übrigbleiben, nach 8,9 Prozent Marge im vergangenen Jahr.