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ROUNDUP: Krieg, Katastrophen und Pandemie brocken Swiss Re Verlust ein

ZÜRICH (dpa-AFX) - Der Ukraine-Krieg, Naturkatastrophen und die Corona-Pandemie haben dem schweizerischen Rückversicherer Swiss Re <CH0126881561> zum Jahresstart rote Zahlen eingebrockt. Unter dem Strich stand ein Verlust von 248 Millionen US-Dollar (235 Mio Euro), wie der Rivale von Munich Re <DE0008430026> und Hannover Rück <DE0008402215> am Donnerstag in Zürich mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte der Konzern noch 333 Millionen Dollar verdient.

An der Börse in Zürich ging es für die Swiss-Re-Aktie nach einem kurzen Kurssprung abwärts. Am Nachmittag war das Papier mit einem Abschlag von fast drei Prozent auf 78,22 Franken der größte Verlierer im schweizerischen Leitindex SMI <CH0009980894>. Seit dem Jahreswechsel hat die Aktie damit mehr als 13 Prozent eingebüßt.

Allein Naturkatastrophen wie die Stürme in Europa und die Überschwemmungen in Australien schlugen bei Swiss Re mit mehr als einer halben Milliarde Dollar zu Buche. Auch die Corona-Pandemie ist noch nicht ausgestanden: Auch in der Lebens- und Kranken-Rückversicherung verbuchte Swiss Re deshalb Belastungen von gut einer halben Milliarde Dollar - vor allem wegen der vielen Todesfälle in den USA im Januar und Februar. Dadurch schrieb die Sparte im ersten Quartal auch insgesamt rote Zahlen.

Zudem legte der Konzern für die Folgen des Ukraine-Kriegs 283 Millionen Dollar zurück. "Der Einmarsch Russlands in die Ukraine war ein Schock", sagte Konzernchef Christian Mumenthaler. Die Situation sei nach wie vor höchst ungewiss. Swiss Re glaube nicht, dass sie überdurchschnittlich davon betroffen sei. Dennoch beschloss das Management, "proaktiv und umsichtig Rückstellungen für mögliche Auswirkungen des Krieges zu bilden".

Unterdessen baute Swiss Re ihr Schaden- und Unfallgeschäft und die Verträge mit Großkunden aus der Industrie aus. Konzernweit wuchsen die Nettoprämien im ersten Quartal um rund vier Prozent auf 10,6 Milliarden Dollar. In der Lebens- und Kranken-Rückversicherung gingen die Prämien und Honorareinnahmen hingegen leicht zurück, was Swiss Re mit einer veränderten Rechnungslegung und ungünstigen Wechselkursen begründete.

Bei der Vertragserneuerung im Schaden- und Unfallgeschäft zum 1. April erhöhte Swiss Re ihr Prämienvolumen um 15 Prozent. Seit Jahresbeginn hat das Unternehmen sein Geschäftsvolumen bei Neuverhandlungen den Angaben zufolge damit um insgesamt acht Prozent erhöht und Preiserhöhungen von drei Prozent erzielt.

Konzernchef Christian Mumenthaler zeigte sich trotz des schwierigen Jahresstarts "zuversichtlich, dass die Gruppe die Herausforderungen meistern wird". Die Geschäftsbereiche verfügten über alle notwendigen Hebel, um die Profitabilität zu steigern und unsere Finanzziele für 2022 zu erreichen".

Die kleinere Rivalin Hannover Rück hatte bereits am Mittwoch ihre Zahlen des ersten Quartals veröffentlicht: Trotz hoher Naturkatastrophenschäden und Rückstellungen für die Folgen des Ukraine-Kriegs hielt sich der weltweit drittgrößte Rückversicherer klar in den schwarzen Zahlen und verbuchte lediglich einen Gewinnrückgang um 14 Prozent. Der weitaus größere Rückversicherer Munich Re will seine Zahlen am kommenden Dienstag (10. Mai) veröffentlichen.

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