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ROUNDUP: Kosten drücken auf Betriebsgewinn von Hornbach

BORNHEIM (dpa-AFX) -Die Inflation und erhöhte Kosten haben im zweiten Geschäftsquartal deutlich auf die Gewinnzahlen der Hornbach Holding DE0006083405 gedrückt. Dabei kann der für seine gleichnamige Baumarktkette bekannte Konzern nicht alle Kosten selbst wegstecken und gibt diese an Kunden zum Teil weiter. "Unsere Verkaufspreise sind über das gesamte Sortiment hinweg in etwa um acht Prozent angestiegen", sagte Finanzchefin Karin Dohm im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX über das erste Geschäftshalbjahr. Gründe dafür gibt es zur Genüge: Zu den ohnehin höheren Kosten für Rohstoffe und Transport infolge der Corona-Pandemie kommen nun auch gestiegene Energieausgaben. Zum Börsenauftakt am Donnerstag verlor die Aktie fast vier Prozent.

Dabei betonte die Baumarktholding, dass sie wegen ihrer Dauertiefpreisgarantie die höheren Kosten nicht eins zu eins oder wenn, dann mit "zeitlicher Verzögerung" an ihre Kunden weitergebe. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres habe das Thema Energieeffizienz eine herausragende Rolle gespielt. Kunden griffen demnach vor allem bei Brennstoffen sowie Isolierungs- und Dämmstoffen zu, was Lieferverzögerungen und Engpässe mit sich zog. "Die Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreisen ist kleiner geworden, sodass unsere Rohertragsmarge etwa zwei Prozentpunkte unter dem Wert des zweiten Quartals im vergangenen Jahr liegt", sagte Dohm.

So fiel das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Zeitraum Juni bis August um fast ein Viertel auf 129,1 Millionen Euro, wie der Konzern am Donnerstag im rheinland-pfälzischen Bornheim mitteilte. Unter dem Strich verdiente Hornbach zwischen Juni und August mit 90,4 Millionen Euro 23,6 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum. Im Verlauf des zweiten Quartals habe sich die Stimmung bei den Konsumenten signifikant eingetrübt, hieß es im Halbjahresbericht.

Unterdessen schaffte es das Unternehmen, den Umsatz über den Rekordwert des Vorjahreszeitraumes leicht auf 1,65 Milliarden Euro zu steigern. Allerdings liegt das Wachstumstempo deutlich unter dem des Vorjahres, als Hornbach noch von der Corona-Pandemie profitiert hatte. Während der Lockdowns mussten die Menschen mehr Zeit zu Hause verbringen und viele entdeckten das Bedürfnis, die Wohnungen und Häuser zu renovieren und zu dekorieren.

Für das laufende Geschäftsjahr (per Ende Februar 2023) bestätigte die Konzernspitze aber die Prognose. So soll der Nettoumsatz im Vergleich zum Vorjahreswert von knapp 5,9 Milliarden Euro leicht steigen. Das bereinigte Ebit dürfte aber im niedrigen zweistelligen Prozentbereich sinken. Im vorherigen Geschäftsjahr hatte Hornbach hier den Rekordwert von 362,6 Millionen Euro auf die Beine gestellt. Mitte Juni hatte das Unternehmen wegen der steigenden Preise und anhaltenden Problemen bei den Lieferketten seine Ergebnisprognose gesenkt.