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ROUNDUP: Knapp 1800 Corona-Neuinfektionen in Deutschland - Kennzahlen steigen

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BERLIN (dpa-AFX) - Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 1798 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen mindestens 289 219 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 30.9., 0.00 Uhr).

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9488. Das sind 17 mehr als am Vortag. Rund 256 000 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Seit Anfang August fällt ein immer größerer Anteil der Corona-Tests in Deutschland positiv aus. Die sogenannte Positivenquote lag in Kalenderwoche 39 (21.-27. September) bei 1,22 Prozent, wie das RKI in seinem Lagebericht von Mittwochabend schrieb. In der Vorwoche waren es 1,16 Prozent. Insgesamt wurden laut RKI in Kalenderwoche 39 rund 1,153 Millionen Tests (Vorwoche rund 1,148 Millionen) in Deutschland gemacht. Etwa 14 000 Tests waren positiv, in der Vorwoche waren es mit rund 13 300 noch deutlich weniger. Bei den Tests kann es Nachmeldungen aus den Labors geben.

Ein Anstieg zeichnet sich inzwischen bei den intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten ab. Laut aktuellem RKI-Lagebericht werden derzeit (30.09.2020, 12:15 Uhr) 355 Corona-Infizierte intensivmedizinisch behandelt, 195 davon werden beatmet. Vor einer Woche (23.9.) hatte der Wert noch bei 293 (159 beatmet) gelegen, in der Woche davor (16.9.) bei 233 (128 beatmet). Rund 8700 der rund 30 700 registrierten Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hatte erst kürzlich auf den Zeitverzug zwischen Neuinfektionen und schweren Verläufen hingewiesen.

Am Samstag war mit 2507 neuen Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Mittwoch bei 0,96 (Vortag: 1,12). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Auch wenn der he

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Mittwoch bei 1,00 (Vortag: 1,03). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

"Die berichteten R-Werte lagen seit der zweiten Septemberwoche überwiegend über 1", schreibt das RKI im Lagebericht vom Mittwoch. "Auch wenn heute die R-Werte etwas niedriger sind, muss die Entwicklung weiter beobachtet werden."