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ROUNDUP/Japans Handelsbilanzdefizit unerwartet hoch - Yen und Ölpreis belasten

·Lesedauer: 2 Min.

TOKIO (dpa-AFX) - Insbesondere der schwache Yen und hohe Preise für Rohstoffe wie Öl haben der japanischen Wirtschaft den achten Monat in Folge ein Defizit in der Handelsbilanz eingebrockt. Das Handelsbilanzdefizit sank zwar im März im Vergleich zum Februar, allerdings nicht so stark wie von Experten erhofft. Im März lag der Wert der Importe 412 Milliarden Yen (drei Milliarden Euro) über dem der Exporte, wie das Finanzministerium in Tokio am Mittwoch auf Basis vorläufiger Daten bekannt gab. Im Februar hatte das Handelsbilanzdefizit noch bei knapp 670 Milliarden Yen gelegen.

Von der Finanznachrichtenagentur Bloomberg befragte Volkswirte hatten für März mit einem deutlicheren Rückgang des Defizits auf rund 70 Milliarden Yen gerechnet. Grund für das unerwartet hohe Handelsbilanzdefizit war unter anderem, dass die Exporte nicht so stark angezogen hatten wie von Experten erwartet. Zudem fiel der Anstieg bei den Importen fiel höher aus, als Analysten prognostiziert hatten.

Angesichts des Ukraine-Kriegs und des schwachen Yen zogen die Rohölimporte des rohstoffarmen Inselreiches im März im Jahresvergleich um 70 Prozent auf 865 Milliarden Yen an. Ein wichtiger Grund für die aktuell hohen Ölpreise sind die scharfen Sanktionen des Westens als Reaktion auf den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine. Russland ist einer der größten Ölförderer der Welt.

Die japanische Währung hatte jüngst ihre Talfahrt zum US-Dollar beschleunigt und einen weiteren 20-jährigen Tiefstand erreicht. Im Gegensatz zur US-Notenbank Fed will die japanische Zentralbank an ihrer extrem lockeren Geldpolitik festhalten. Allerdings ist die Inflation in Japan auch deutlich schwächer als in den Vereinigten Staaten.

Der immer schwächere Yen verbilligt zwar Ausfuhren und kurbelt so die Exporte Japans an, doch angesichts der stark steigenden Rohstoffpreise wurde zuletzt immer deutlicher die Kehrseite dessen sichtbar: Die Einfuhren werden teurer.

Craig Botham, Chefvolkswirt für China bei Pantheon Macroeconomics, begründete den recht schwachen Anstieg der Exporte auch damit, dass die Probleme der zweitgrößten Volkswirtschaft China nun zunehmend auf die Nachbarn wie etwa Japan übergriffen. Die Lockdowns und andere Einschränkungen durch die strikte Null-Covid-Strategie bremsen die Wirtschaft des Landes aktuell spürbar ab.

Auch die Exporte Japans nach Korea und Taiwan seien nicht mehr so stark gewachsen, was Botham zufolge weiterhin mit den durch die Coronavirus-Pandemie verursachten Unterbrechungen der regionalen Lieferketten zu tun haben dürfte.

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