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ROUNDUP: Italien vor schärferen Corona-Regeln - Infektionszahlen gestiegen

·Lesedauer: 2 Min.

ROM (dpa-AFX) - In der sich zuspitzenden Corona-Lage hat die Regierung Italiens die Beschränkungen verschärft und baut auf weitere Unterstützung für die Bevölkerung. Laut des wöchentlichen Corona-Lageberichts stieg die Zahl der täglichen Neuinfektionen zuletzt stark, wie das Gesundheitsministerium am Freitag in Rom mitteilte.

Der Reproduktionswert (R-Wert), der angibt, wie viele Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt, liege landesweit bei 1,16. Die Experten berechneten ihn für die Woche vom 17. Februar bis 2. März. Die Pandemie breitet sich damit weiter aus.

Für die Woche vom 1. bis 7. März ermittelte das Ministerium einen landesweiten Inzidenzwert von rund 226 Fällen je 100 000 Einwohner. In der Vorwoche lag dieser noch bei knapp 195 Fällen. Sorge bereiten unter anderem die ansteckenderen britischen und brasilianischen Corona-Varianten.

Auf Grundlage der Daten wurde deshalb erwartet, dass weitere Regionen in die Roten Zone rutschen und damit den strengsten Regeln unterliegen würden. Die Regierung beschloss am Freitag bereits, dass für ganz Italien über Ostern vom 3. bis 5. April diese Lockdown-Regeln gelten sollten. Die Menschen sollen sich dann nur innerhalb ihrer Region bewegen. Ausnahmen gelten für die Arbeit oder in Notfällen. Besuche sind nur einmal am Tag und maximal zu zweit bei einem anderen Haushalt erlaubt. Bars und Restaurants können nur noch Bestellungen zum Mitnehmen verkaufen. Von Montag an werden Regionen, in denen der Wochen-Inzidenzwert die Schwelle von 250 Fällen je 100 000 Einwohnern überschreitet, automatisch in die Rote Zone fallen.

"Ich bin mir bewusst, dass die Maßnahmen von heute Auswirkungen auf die Bildung der Kinder, die Wirtschaft und auch auf den psychischen Zustand von uns allen haben werden", sagte Ministerpräsident Mario Draghi beim Besuch eines Impfzentrums am Flughafen Fiumicino bei Rom. Sie seien aber notwendig, damit die Situation nicht schlimmer werde.

Im Parlament wolle Draghi mit einer Abweichung vom Haushalt mehr Corona-Hilfen zusätzlich zu den bereits bestehenden 32 Milliarden Euro ermöglichen. Die Regierung einigte sich außerdem darauf, Menschen flexibles Arbeiten zu garantieren, deren Kindern in Quarantäne sind oder Online-Unterricht haben, wie er weiter erklärte. Wer keine Möglichkeit auf sogenanntes Smart Working habe, könne Sonder-Elternurlaub oder einen Babysitting-Beitrag erhalten.

Mit Blick auf die Impfkampagne zeigte sich Draghi zuversichtlich. Die Zahl der verabreichten Dosen habe sich im März verdoppelt. Mit der Zulassung des Impfstoffes von Johnson & Johnson <US4781601046> sei mit einer weiteren Beschleunigung zu rechnen. Ziel sei es, Impfungen nicht nur in Kliniken, sondern auch in Unternehmen, Fitnessstudios und Parkhäusern wie am Flughafen Fiumicino zu spritzen.

In Italien registrierten die Behörden seit Pandemiebeginn mehr als 101 000 Tote mit dem Coronavirus und mehr als 3,149 Millionen Infektionen. Insgesamt wurden bislang rund 6,287 Millionen Corona-Impfdosen verabreicht.