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ROUNDUP/IPO: Schott bringt Pharmasparte bis Jahresende an die Börse

MAINZ (dpa-AFX) -Der Mainzer Spezialglashersteller Schott will seine Pharmasparte bis Ende dieses Jahres an die Börse bringen. Der Handel der Aktien an der Frankfurter Börse solle abhängig vom Kapitalmarktumfeld aufgenommen werden, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Der Börsengang werde nur bestehende Stammaktien der derzeit alleinigen Gesellschafterin - der Schott-Tochter Schott Glaswerke Beteiligungs- und Export GmbH - umfassen. Der Schott-Konzern soll Mehrheitseigentümer der Pharmasparte bleiben.

Schott hatte den Börsengang vor einiger Zeit angekündigt, aber stets betont, dass es dafür den richtigen Zeitpunkt brauche. Schott Pharma sei auf dem Markt für injizierbare Medikamente ideal positioniert, sagte Unternehmenschef Andreas Reisse. Der Börsengang bringe neue Chancen. Schott Pharma erhofft sich so einen besseren Zugang zum Kapitalmarkt und zu Finanzierungsmöglichkeiten als unter dem Stiftungsmodell der Schott AG. Reisse hatte betont, die Pharmasparte wolle Teil von Schott bleiben. "Eine starke Mutter im Hintergrund" sei gut für das Unternehmen.

Schott Pharma stellt unter anderem Spritzen aus Glas und Spezialglaskunststoff, Ampullen und Fläschchen für den Medizinbereich her. Die im August 2022 ausgegliederte Sparte profitiert von dem starken Wachstum bei Medikamenten, die per Injektion verabreicht werden, etwa Mittel auf mRNA-Basis oder zur Behandlung von Diabetes und Adipositas.

Gerade die rasante Verbreitung von Zivilisationskrankheiten wie Diabetes 2 und Fettleibigkeit ist aktuell ein starker Treiber der Pharmabranche. Gewichtssenker wie Wegovy der dänischen Novo Nordisk und Konkurrenzmittel wie etwa Mounjaro von Eli Lilly oder Ozempic von Roche boomen daher. Das treibt auch die Nachfrage nach Spritzen von Unternehmen wie Schott Pharma und dem im MDax notierten Wettbewerber Gerresheimer an. Auch getragen davon haben die Aktien von Gerresheimer ihren Wert 2023 bereits fast verdoppelt.

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Im Geschäftsjahr 2022 erzielte Schott Pharma einen Umsatz von 821 Millionen Euro. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2023 stiegen die Erlöse gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,4 Prozent auf 670 Millionen Euro. Mittelfristig strebt der Hersteller, der weltweit rund 4700 Mitarbeiter hat, ein jährliches Umsatzwachstum von mehr als zehn Prozent an. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Mainz und in Deutschland zudem einen wichtigen Produktionsstandort im badischen Müllheim.

Die Mutter Schott gehört zu 100 Prozent der Carl-Zeiss-Stiftung mit Sitz im baden-württembergischen Heidenheim und im thüringischen Jena.