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ROUNDUP: Industrierecycler Befesa erholt sich weiter - Kurs bricht trotzdem ein

·Lesedauer: 2 Min.

LUXEMBURG (dpa-AFX) - Der Industrierecycler Befesa <LU1704650164> peilt nach einer deutlichen Erholung im ersten Quartal einen Gewinnsprung im laufenden Jahr an. An der Börse brach die Befesa-Aktie am Dienstagmorgen trotzdem ein. Anleger machten erst einmal Kasse, nachdem der Kurs schon vor der Zahlenvorlage stark gestiegen war.

Befesa gab mit den Zahlen zum ersten Quartal erstmals eine konkrete Jahresprognose ab. Demnach will der Konzern das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) 2021 um 30 bis 50 Prozent auf 165 bis 190 Millionen Euro steigen, wie der SDax <DE0009653386>-Konzern am Dienstag in Luxemburg mitteilte.

Die Entwicklung sei aber davon abhängig, wie schnell eine Erholung von der Corona-Krise eintrete und ob die höheren Metallpreise der ersten drei Monate dieses Jahres aufrecht gehalten werden können, hieß es weiter. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Befesa ein Ebitda von 127 Millionen Euro erzielt und damit im Mittelfeld seiner eigenen Prognose gelegen.

Bei der Dividende wurde der Vorstand nun konkreter. So sollen 1,17 Euro pro Aktie ausgeschüttet werden. Als Befesa Ende Februar seinen vorläufigen Ausblick präsentiert hatte, hatte der Konzern noch eine Zahlung zwischen 0,88 und 1,17 Euro je Anteilschein erwogen.

Im ersten Quartal konnte sich das Unternehmen von den Strapazen in der Corona-Pandemie weiter erholen. Der Umsatz stieg verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um knapp 8 Prozent auf 192,6 Millionen Euro. Die besseren Erlöse basierten vor allem auf höheren Preisen für Zink sowie für Aluminiumlegierungen sowie auf höhere produzierte Mengen Sekundäraluminium.

Dem gegenüber standen aber geringere Mengen bei der Wiederverwertung von Salzschlacken und Elektrolyseausbrüchen (SPL) aus der Gewinnung von Primäraluminium. Diese fehlten vor allem aufgrund der dauerhaften Schließung des britischen Werks seit Ende 2020, hieß es.

Der operative Gewinn stieg um 45,6 Prozent auf 48,8 Millionen Euro, was mehr ist als von Analysten im Mittel erwartet. Auch hier machten sich die höheren - und somit für Befesa besseren - Preise bemerkbar. Das Quartals-Ebitda sei stark gewesen und habe deutlich über der Konsensschätzung und auch über seiner eigenen Schätzung gelegen, urteilte JPMorgan-Analyst Val Mas.

Am Aktienmarkt konnten die Zahlen dennoch nicht mehr für Auftrieb sorgen. Die Befesa-Anteilsscheine brachen am Dienstagvormittag um knapp 4 Prozent und notierten bei rund 60 Euro. Allerdings hatten sie erst tags zuvor ein Rekordhoch erreicht. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Plus aber immer noch auf mehr als zehn Prozent, und auf Sicht von zwölf Monaten hat sich der Kurs mehr als verdoppelt.

Unterdessen läuft die Expansion in China weiterhin nach Plan, wie das Management weiter mitteilte. Die Anlage in der Provinz Jiangsu wurde im ersten Quartal fertiggestellt; die Arbeiten am Werk in der Provinz Henan sollen nach dem Sommer abgeschlossen sein, der Anlauf dort ist für das zweite Halbjahr geplant. Früheren Unternehmensangaben zufolge ist Henan vor allem deshalb attraktiv, da dort wichtige Stahlproduzenten sitzen.