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ROUNDUP: Hugo Boss trotzt Konsumflaute und bekräftigt Jahresprognose

METZINGEN (dpa-AFX) -Beim Modekonzern Hugo Boss DE000A1PHFF7 ist von einer Konsumflaute weiter nichts spüren. "Trotz des schwachen Konsumklimas gelingt es uns, zu wachsen und Marktanteile zu gewinnen", sagte Finanzvorstand Yves Müller am Donnerstag nach der Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal. Besonders gut läuft es derzeit in den USA und im Onlinegeschäft. Nach zweistelligen Zuwachsraten bei Umsatz und operativem Ergebnis sieht sich das Unternehmen auf Kurs und bestätigte seine Jahresziele.

Die im Mittelwertesegment MDax DE0008467416 notierte Aktie konnte ihren seit Sommer anhaltenden Abwärtstrend zunächst stoppen und gewann am späten Vormittag 6,1 Prozent. Damit gehörte sie zu den Favoriten im MDax. Mit einem über den Erwartungen liegenden Wachstum und gestiegenen Margen schwimme der Modekonzern gegen den Branchentrend, notierte Analyst Frederick Wild von Jefferies in einer ersten Einschätzung. Die Aktie habe jüngst herbe Verluste erlitten, schrieb RBC-Analystin Manjari Dhar. Die für das Gesamtjahr bestätigten Ziele dürften nun für Zuversicht sorgen. Auch Susy Tibaldi von der UBS sieht eine gewisse Erleichterung des Marktes. Zwar habe Hugo Boss die Jahresziele nicht erhöht, das habe man angesichts der Bedenken hinsichtlich der Wintersaison aber auch nicht erwartet.

Hugo Boss geht für 2023 weiter von einem Umsatzwachstum von 12 bis 15 Prozent auf 4,1 Milliarden bis 4,2 Milliarden Euro aus, wie das Unternehmen in Metzingen mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll um 20 bis 25 Prozent auf bis zu 420 Millionen Euro zulegen. In diesem Jahr hat der Konzern seinen Ausblick bereits zweimal erhöht.

Im dritten Quartal nahm der Umsatz um zehn Prozent auf gut eine Milliarde Euro zu. Dabei profitierte Hugo Boss von Zuwächsen in allen Regionen. Die Entwicklung im für Hugo Boss noch vor einigen Jahren schwierigen US-Markt stach besonders heraus, der währungsbereinigt um 20 Prozent zulegte. Der Konzern nannte eine bessere Wahrnehmung der Marken als Grund für die Entwicklung. Im wichtigen Markt China steigerte Hugo Boss die Erlöse um währungsbereinigt 17 Prozent.

Auch die europäische Region EMEA erzielte zweistellige Wachstumsraten. In Deutschland stiegen die Umsätze um acht Prozent. Hugo Boss habe auch im Heimatmarkt Marktanteile gewonnen, sagte Finanzvorstand Müller. Und das, obwohl "der deutsche Kunde immer ein bisschen wetterfühlig" sei, so der Manager mit Blick auf den warmen September, der in der Textilbranche zuletzt für Kaufzurückhaltung bei der neuen Herbst- und Winterware geführt hatte.

Rund lief auch das Onlinegeschäft, welches währungsbereinigt um 25 Prozent zulegte und seinen Wachstumskurs fortsetzte. Der Onlineanteil am Umsatz macht nach neun Monaten Müller zufolge nun fast ein Fünftel der Konzernumsätze aus. Der Großhandel legte ebenfalls im zweistelligen Prozentbereich zu. Das Wachstum im stationären Einzelhandel blieb hingegen dahinter zurück.

Dank anhaltender Effizienzsteigerungen insbesondere im stationären Einzelhandel stieg das operative Ergebnis (Ebit) um 12 Prozent auf 103 Millionen Euro. Damit übertraf das Unternehmen die mittleren Analystenschätzungen leicht. Unter dem Strich verdiente der Modekonzern mit 63 Millionen Euro neun Prozent mehr.