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ROUNDUP: Hohe Risikovorsorge belastet ING - Gewinn sinkt trotz höherer Zinsen

AMSTERDAM (dpa-AFX) -Die niederländische Großbank ING NL0011821202 hat im vergangenen Jahr trotz der höheren Zinsen und der deswegen gestiegenen Marge im Einlage- und Kreditgeschäft weniger verdient. Grund dafür war die deutlich erhöhte Vorsorge für mögliche Kreditausfälle. Der Überschuss sei um 23 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro gefallen, teilte die Bank am Donnerstag in Amsterdam mit. Experten hatten zwar mit einem noch etwas stärkeren Gewinnrückgang gerechnet, die im Eurozonen-Auswahlindex EuroStoxx 50 EU0009658145 notierte Aktie fiel jedoch 4 Prozent. Einige Anleger hatten wohl auf ein Aktienrückkaufprogramm gehofft und auch der Ausblick auf die kommenden Monate enttäuschte.

Viele Banken befinden sich momentan in einer günstigen Situation. Schließlich können auch sie angesichts steigender Zentralbankzinsen zur Bekämpfung der Inflation höhere Zinsen für ausgegebene Kredite verlangen. Der Überschuss im Zinsgeschäft bei der ING stieg 2022 um fünf Prozent auf 13,8 Milliarden Euro.

Angesichts der steigenden Zinserträge hatte sich an der Börse in den vergangenen Monaten deshalb die Hoffnung etabliert, dass die Banken es sich leisten können, überschüssiges Kapital auszuschütten. Allerdings rufen die Regulierungsbehörden angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit auch zur Zurückhaltung auf. So legte die ING 2022 fast 1,9 Milliarden Euro für ausfallgefährdete Kredite zurück. Das war beinahe viermal so viel im Jahr 2021.

Neben der ausgebliebenen Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms sieht Analyst Andreas Scheriau von der US-Investmentbank Goldman Sachs bei der ING einen weiteren Stimmungsdämpfer: Er schob die Börsenreaktion auf das vom Management avisierte Ergebniswachstum. Die Erträge sollen dieses Jahr über 10 Prozent wachsen. Diese Untergrenze dürfe den Anlegern angesichts der Markt- und Sparzinsen zu konservativ sein, schrieb Scheriau.

Zudem erwartet die ING für dieses Jahr angesichts der Inflation und anhaltender Investitionen weiter einen gewissen Kostendruck. Das Verhältnis von Kosten zu Erträgen soll 2023 bei 55 bis 56 Prozent liegen. Das wäre zwar besser als letztes Jahr, als sie bei über 60 Prozent lag. Bis zu dem für 2025 avisierten Ziel von 50 bis 52 Prozent ist es aber immer noch ein Stück.