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ROUNDUP: Hensoldt bestätigt Verkaufsabsichten von weiterem KKR-Anteil

·Lesedauer: 2 Min.

HAMBURG (dpa-AFX) - Der Finanzinvestor KKR will seine Beteiligung am Rüstungselektronik-Hersteller Hensoldt <DE000HAG0005> weiter reduzieren. Das bestätigte der Konzern am Mittwoch nach Börsenschluss. Die Square Lux Holding, eine Gesellschaft im indirekten Besitz von Fonds, die von KKR beraten werden, wolle sich dabei voraussichtlich von bis zu 25,1 Prozent ihrer Beteiligung trennen.

Dazu führe der Finanzinvestor Gespräche mit verschiedenen Interessenten, dazu gehörten laut Hensoldt Indra, Leonardo <IT0003856405>, Saab <SE0000112385> und Thales <FR0000121329>. Mit letzterem seien dabei auch Gespräche über deren strategische Absichten geführt worden. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge beläuft sich der Anteil des Finanzinvestors derzeit auf 63,49 Prozent.

Am Aktienmarkt kam dies gut an. Die Aktie legte im frühen Donnerstaghandel um rund 2,7 Prozent auf 15,48 Euro zu. Damit setzte sich der Erholungskurs weiter fort. Seit Jahresbeginn verteuerte sich das Papier um rund elf Prozent.

Zuvor hatte das "Manager Magazin" über die Verkaufsabsichten berichtet. Thales hätte dabei KKR ein "finanziell hochattraktives Angebot" in Aussicht gestellt, zitierte das Magazin einen der Beteiligten. Sie wollten Sparten zusammenlegen und so auf lange Sicht die Führung bei den Deutschen übernehmen.

KKR hatte Ende März bereits eine Sperrminorität von 25,1 Prozent an den Bund verkauft. Deutschland war bei Hensoldt eingestiegen, weil das Unternehmen auch Schlüsseltechnologien aus den Bereichen Krypto-Technik und Sensorik liefert, bei denen die Bundesregierung einen Zugriff verhindern will. Eine Zustimmung zu einer möglichen Übernahme von Hensoldt durch einen anderen Konzern könnte daher schwierig werden, hieß es in dem Bericht.

Hensoldt ist die ehemalige Airbus-Radarsparte, die 2017 vom US-Finanzinvestor KKR übernommen worden war. KKR hatte das Unternehmen vergangenen September an die Börse gebracht.

Der Börsenstart für Hensoldt Ende September 2020 verlief zunächst nicht optimal. Der Ausgabepreis der Aktien von 12 Euro hatte bereits am unteren Ende der angepeilten Spanne gelegen. Und über den Ausgabepreise kamen die Aktien dann auch lange nicht hinaus. Im Gegenteil: Im Oktober knickten sie bis auf 9,66 Euro ein. Erst die Aussicht auf den SDax-Aufstieg bis Jahresende gab dem Kurs Ende November genügend Auftrieb, um das Ausgabeniveau erstmals zu übertreffen. Erst jüngst markierte das Papier bei rund 16 Euro ein Rekordhoch. Derzeit kommt das Unternehmen auf eine Marktkapitalisierung von rund 1,6 Milliarden Euro.