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ROUNDUP: Großangelegter russischer Beschuss auf ukrainische Ortschaften

KIEW/NEW YORK (dpa-AFX) -Das russische Militär hat nach Angaben des ukrainischen Innenministers Ihor Klymenko innerhalb von 24 Stunden so viele ukrainische Städte und Ortschaften beschossen wie seit Jahresbeginn nicht mehr. Die Russen hätten auf insgesamt 118 Orte in zehn Regionen gefeuert, schrieb Klymenko am Mittwoch auf Telegram. Dabei wurden Behördenangaben zufolge mindestens vier Menschen getötet und 14 weitere verletzt. In der Nacht auf Mittwoch hätten die Russen mit 20 Schahed-Kampfdrohnen iranischer Bauart angegriffen, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. 18 Drohnen sowie ein Marschflugkörper seien abgeschossen worden.

Im südukrainischen Cherson schlug morgens ein russisches Geschoss in unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern ein und tötete eine Mitarbeiterin der Stadtverwaltung. Eine russische Drohne tötete in der nordöstlich von Cherson gelegenen Region Dnipropetrowsk eine 59-jährige Frau und verletzte sechs weitere Menschen, wie die regionale Staatsanwaltschaft mitteilte. Weitere Opfer gab es im Osten und Nordosten des Landes. In der Zentralukraine traf eine Drohne vom Typ Schahed zudem eine Raffinerie und verursachte einen Brand.

UN zählt 18 Millionen Hilfsbedürftige in der Ukraine

Russland führt seit Februar 2022 einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Durch russische Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe kommen immer wieder Zivilisten ums Leben. Der Bedarf an humanitärer Hilfe im Land ist deshalb nach Angaben des UN-Nothilfebüros OCHA enorm. Derzeit benötigten rund 18 Millionen Menschen irgendeine Form humanitärer Hilfe, sagte OCHA-Direktor Ramesh Rajasingham am Dienstag (Ortszeit) vor dem UN-Sicherheitsrat in New York.

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Vor der russischen Invasion zählten Statistiker rund 41 Millionen Menschen in der Ukraine. Zehn Millionen Menschen mussten seither fliehen, sei es als Vertriebene im eigenen Land oder als Flüchtlinge in andere Staaten. Angesichts des Kriegs im Nahen Osten dürfe man die Ukraine nicht aus den Augen verlieren, mahnte Rajasingham.

Russland droht mit Abschuss von F-16 in der Ukraine

Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu drohte noch vor der Ankunft der ersten westlichen Kampfjets vom Typ F-16 in der Ukraine mit deren raschem Abschuss. Im vergangenen Monat habe die russische Flugabwehr "mehr als 1400 Luftangriffsobjekte des Gegners, darunter 37 Flugzeuge und 6 taktische Raketen ATACMS abgeschossen", behauptete Schoigu bei einer Ministeriumssitzung. Bei diesem Tempo würden die F-16 innerhalb von 20 Tagen vernichtet, meinte er.

Allerdings ist das russische Militär schon mehrfach mit Übertreibungen bei eigenen Erfolgen aufgefallen. So hat das Verteidigungsministerium eigener Zählung nach inzwischen mehr als 500 ukrainische Flugzeuge abgeschossen - mehr als das Nachbarland je hatte. Die Ukraine fordert seit Monaten westliche Kampfflugzeuge, um sich besser wehren zu können. Bisher gibt es Zusagen für F-16-Lieferungen von Dänemark und den Niederlanden an die Ukraine.