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ROUNDUP/G20: Einigung bei Steuer für internationale Firmen bis Jahresmitte

·Lesedauer: 2 Min.

ROM (dpa-AFX) - Die Gruppe der führenden Wirtschaftsnationen (G20) will bis Mitte dieses Jahres einen Konsens in der Frage der Besteuerung weltweit operierender Unternehmen finden. Die Minister und Vertreter der Nationalbanken forderten eine Reform des derzeit geltenden Systems, erklärte der italienische Finanzminister, Daniele Franco, am Freitag in Rom nach dem Treffen. Italien hat derzeit den G20-Vorsitz. Eine Lösung in dem Tauziehen sei unter anderem für Unternehmen im digitalen Bereich wichtig.

Mit Blick auf die Corona-Pandemie betonte Franco, dass die Lage weiterhin eine große Herausforderung für die Länder darstelle. "Wir werden nicht in unser normales Leben zurückkehren, solange das Virus nicht in allen Ländern ausgerottet ist", erklärte der frühere Direktor der italienischen Nationalbank. Ein fairer Zugang zu Impfstoffen müsse daher garantiert sein. Außerdem dürfe die finanzielle Unterstützung nicht zu früh zurückgenommen werden.

Diese Position vertrat auch Deutschland, wie Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) am Nachmittag sagte. Anders als erhofft könne man noch nicht von einer umfassenden Erholung der Weltwirtschaft sprechen. Der Weg aus der Pandemie führe am Ende aber nur über Impfungen. Er wolle sich im Rahmen der G20 dafür einsetzen, Impfstoffproduktion und -verteilung weiter zu verstärken: "Wir stehen an der Seite der ärmsten Länder."

Weltbank-Präsident David Malpass erklärte in einem Zeitungsinterview, dass die Überwindung der ökonomischen Corona-Folgen ein internationales Zusammenwirken und die Senkung der Schulden in armen Ländern erfordere. "In einigen Ländern gibt es jetzt eine starke Erholung. Das wird allen anderen helfen - davon profitieren wir alle", erläuterte Malpass mit Blick auf die Weltwirtschaft. "Aber um tatsächlich einen belastbaren Aufschwung zu haben, muss das Wachstum aus den ärmeren Ländern kommen.

Im Vorfeld des Treffens sprach sich die neue US-Finanzministerin Janet Yellen dafür aus, die finanzielle Schlagkraft des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu erhöhen, um ärmeren Ländern zu helfen. Die Regierung von Ex-Präsident Donald Trump hatte einer Stärkung des IWF eher kritisch gegenübergestanden. Yellen erklärte, der IWF könne ärmeren Ländern für ihre "sehr nötigen" Ausgaben zur Überwindung der Krise und für den Gesundheitssektor Liquidität zukommen lassen. Gleichzeitig forderte sie "größere Transparenz" bei der Verwendung der für solche Kredite in Frage kommenden IWF-Währung, der sogenannten Sonderziehungsrechte (SDR).