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ROUNDUP: Frankreich hält an Corona-Ausgangsbeschränkungen vorerst fest

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PARIS (dpa-AFX) - Trotz einer leichten Verbesserung der Corona-Situation hält Frankreich an seinen strengen Ausgangsbeschränkungen fest. Es wäre "unverantwortlich", die Regeln jetzt zu lockern oder aufzuheben, sagte Frankreichs Premierminister Jean Castex am Donnerstagabend. Es handle sich bisher nur um einen fragilen Trend, aber man sehe positive Entwicklungen. Der Druck in den Krankenhäusern sei jedoch extrem hoch, und der Spitzenwert bei den Krankenhauseinweisungen habe sogar die Zahlen vom April übertroffen. Einer von vier Todesfällen im Land werde derzeit mit Covid-19 in Verbindung gebracht.

In dem Land mit rund 67 Millionen Einwohnern gelten seit rund zwei Wochen strenge Ausgangsbeschränkungen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte angekündigt, dass die Maßnahmen zunächst rund einen Monat bis zum 1. Dezember befristet sein sollten. Nach den ersten zwei Wochen sollte es aber eine erste Überprüfung der Lage geben. Castex stellte nun eine mögliche Öffnung des Einzelhandels für Anfang Dezember in Aussicht. Er machte aber deutlich, dass Restaurants oder Bars auch dann vorerst weiter geschlossen bleiben würden. Auch die Ausgangs-Formulare blieben erhalten.

Der Premier warnte mit Blick auf Weihnachten und Silvester davor, mit Dutzenden Menschen zu feiern. Das wäre "unvernünftig". Frankreich könnte den Höhepunkt der Epidemie in den nächsten Tagen erreichen, hieß es weiter. Mehr als 40 000 Menschen sind bisher im Zusammenhang mit Corona in Frankreich gestorben. Gesundheitsminister Olivier Véran teilte mit, dass Frankreich 20 Millionen weitere Antigen-Schnelltests bestellt habe.

Die Menschen dürfen in Frankreich nur aus triftigem Grund auf die Straße und müssen dafür jeweils ein Formular ausfüllen - das wird polizeilich kontrolliert. Der Einzelhandel und Restaurants sind geschlossen. Anders als im Frühjahr sind Schulen aber geöffnet. "Ich habe dem Innenminister die Anweisung gegeben, streng zu sein, und ihn gebeten, die Mobilisierung der Strafverfolgungsbehörden, insbesondere in Paris (...) und den Großstädten, weiter zu verstärken", sagte Castex. "Der Feind ist nicht der Staat oder die Regierung, es ist das Virus."