Deutsche Märkte schließen in 10 Minuten
  • DAX

    15.585,38
    +112,82 (+0,73%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.199,15
    +43,42 (+1,04%)
     
  • Dow Jones 30

    35.655,59
    +52,51 (+0,15%)
     
  • Gold

    1.812,30
    +30,40 (+1,71%)
     
  • EUR/USD

    1,1637
    +0,0007 (+0,06%)
     
  • BTC-EUR

    52.711,16
    -2.171,88 (-3,96%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.461,37
    -41,66 (-2,77%)
     
  • Öl (Brent)

    82,83
    +0,33 (+0,40%)
     
  • MDAX

    34.910,08
    +192,72 (+0,56%)
     
  • TecDAX

    3.808,55
    +28,29 (+0,75%)
     
  • SDAX

    16.924,95
    +50,19 (+0,30%)
     
  • Nikkei 225

    28.804,85
    +96,27 (+0,34%)
     
  • FTSE 100

    7.225,76
    +35,46 (+0,49%)
     
  • CAC 40

    6.753,88
    +67,71 (+1,01%)
     
  • Nasdaq Compositive

    15.102,73
    -112,97 (-0,74%)
     

Durchbruch bei Malaria-Bekämpfung: WHO empfiehlt Impfstoff für Kinder

·Lesedauer: 2 Min.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erstmals die breite Anwendung eines Impfstoffes gegen Malaria empfohlen.

Logo der WHO. (Bild: Reuters)
Logo der WHO. (Bild: Reuters)

Genf - Das Vakzin RTS,S solle an Kinder in Afrika südlich der Sahara und in anderen Malaria-Regionen verabreicht werden, hieß es am Mittwoch von der UN-Behörde in Genf. "Dies ist ein historischer Moment", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Zusammen mit bisherigen Präventionsmaßnahmen könnten nun jährlich Zehntausende junge Leben gerettet werden, sagte er.

Die Empfehlung beruht auf Pilotversuchen mit rund 800.000 Kindern in Ghana, Kenia und Malawi. Unter den jungen Geimpften sind tödliche Krankheitsverläufe laut der WHO um 30 Prozent zurückgegangen. Das Vakzin sei sicher, betonte Tedros.

Jährlich 200 Millionen Malaria-Infektionen

Jedes Jahr gibt es rund 200 Millionen Malaria-Infektionen, überwiegend in Afrika. Viele Menschen stecken sich mehrmals im Jahr an. 400 000 Menschen sterben jährlich dadurch, vor allem Kinder unter fünf Jahren. 94 Prozent der Malaria-Todesfälle verzeichnen afrikanische Länder.

Malaria wird durch Plasmodium-Parasiten ausgelöst, die durch infizierte Mücken auf Menschen übertragen werden. Infizierte bekommen oft Fieber und Schüttelfrost und leiden an Übelkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen und Müdigkeit. Bei schweren Verläufen kommen unter anderem Atemnot, Krämpfe und Blutungen hinzu, die meisten schwer betroffenen Menschen sterben ohne ärztliche Behandlung. Der Impfstoff wirkt gegen den tödlichsten mehrerer Malaria-Parasiten, Plasmodium falciparum.

Bericht: Verheerende Auswirkung von Covid-19 auf andere Krankheiten

Vor rund 20 Jahren wurde der Schutz vor Mückenstichen in Malaria-Gebieten intensiviert, unter anderem durch den Einsatz von Moskitonetzen für die Nacht, die mit Insektiziden behandelt sind. Dadurch gingen die Infektionszahlen zurück. Seit ein paar Jahren stagnierten sie aber. Seit 2019 laufen die Pilotversuche mit dem Impfstoff in Afrika.

Den Impfstoff entwickelte das britische Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline. Unterstützt wurde das Unternehmen von der Malaria-Impfstoff-Initiative der gemeinnützigen Organisation PATH, die auch vom Bundesministerium für Bildung und Forschung Geld erhält.

VIDEO: Videografik: So wird Malaria übertragen

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.