Deutsche Märkte schließen in 2 Stunden 48 Minuten
  • DAX

    14.241,03
    -20,16 (-0,14%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.919,13
    -1,77 (-0,05%)
     
  • Dow Jones 30

    33.597,92
    +1,58 (+0,00%)
     
  • Gold

    1.801,50
    +3,50 (+0,19%)
     
  • EUR/USD

    1,0523
    +0,0009 (+0,08%)
     
  • BTC-EUR

    16.023,98
    -114,03 (-0,71%)
     
  • CMC Crypto 200

    396,10
    -5,93 (-1,48%)
     
  • Öl (Brent)

    74,96
    +2,95 (+4,10%)
     
  • MDAX

    25.353,06
    +89,98 (+0,36%)
     
  • TecDAX

    3.021,23
    -6,78 (-0,22%)
     
  • SDAX

    12.257,72
    +50,90 (+0,42%)
     
  • Nikkei 225

    27.574,43
    -111,97 (-0,40%)
     
  • FTSE 100

    7.493,77
    +4,58 (+0,06%)
     
  • CAC 40

    6.659,29
    -1,30 (-0,02%)
     
  • Nasdaq Compositive

    10.958,55
    -56,34 (-0,51%)
     

ROUNDUP: Deutsche Produktion steigt stärker als erwartet - aber keine Entwarnung

WIESBADEN (dpa-AFX) -Die deutsche Industrie hat ihre Produktion im September stärker als erwartet ausgeweitet. Gegenüber dem Vormonat stieg die Gesamtherstellung um 0,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet. Allerdings war die Produktion im August mit einem Rückgang von 1,2 Prozent (zunächst -0,8 Prozent) stärker als zunächst ermittelt gesunken.

Im Jahresvergleich stieg die Produktion im September um 2,6 Prozent. Hier war ein Zuwachs von 2,0 Prozent erwartet worden.

Die enger gefasste Industrieproduktion (ohne Energie und Baugewerbe) stieg um 0,7 Prozent zum Vormonat. Die Energieerzeugung legte um 1,7 Prozent zu, die Bauproduktion fiel hingegen um 0,3 Prozent.

"Die Produktion ist nach wie vor durch die hohe Knappheit an Vorprodukten beeinträchtigt", schreibt das Statistische Bundesamt. "Gestörte Lieferketten infolge des Kriegs in der Ukraine und anhaltende Verwerfungen durch die Corona-Krise führen nach wie vor zu Problemen beim Abarbeiten der Aufträge."

Ökonomen schauen trotz des Anstiegs eher skeptisch auf die weitere Entwicklung. "Die Industrie zehrt von ihren großen Auftragsbeständen, sodass die auch aus dem Ausland schwache Nachfrage noch nicht auf die Produktion durchschlägt", kommentierte Ralph Solveen, Volkswirt bei der Commerzbank. "Allerdings dürfte die Produktion in den kommenden Monaten im Trend weiter fallen, da die massiv gestiegenen Energiepreise die Produktion vieler Produkte unrentabel machen."

So sank in den energieintensiven Industriezweigen die Produktion entgegen der Entwicklung in der Industrie insgesamt um 0,9 Prozent. Im Vorjahresvergleich gab sie hier sogar um 9,7 Prozent nach.

Nach der Veröffentlichung der Daten gerieten die Kurse deutscher Anleihen unter Druck. Der Euro profitierte nicht von den Daten.