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ROUNDUP: Deutsche Industrieaufträge brechen ein - Schwaches Auslandsgeschäft

WIESBADEN (dpa-AFX) -Die deutsche Industrie hat im September erneut einen Dämpfer beim Auftragseingang verzeichnet. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts vom Freitag lag der Auftragseingang 4,0 Prozent niedriger als im Monat zuvor. Es war der zweite Rückgang in Folge und der stärkste Dämpfer seit März. Analysten hatten zwar mit einem Rückgang gerechnet, aber nur um 0,5 Prozent.

Wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte, ist der Dämpfer auf einen Einbruch der Auslandsnachfrage zurückzuführen. Während die inländischen Bestellungen noch leicht im Plus lagen, sanken die Auftragseingänge aus dem Ausland deutlich. Aus den Ländern außerhalb der Eurozone kamen 6,3 Prozent weniger Aufträge und aus den Ländern im gemeinsamen Währungsraum 8,0 Prozent weniger, wie das Ministerium mitteilte.

Allerdings war die Entwicklung im August nicht so schwach, wie bislang bekannt. Das Bundesamt hat den Rückgang beim Auftragseingang von 2,4 Prozent im Monatsvergleich auf nur noch 2,0 Prozent revidiert.

Im Jahresvergleich fiel der Auftragseingang im September um 10,8 Prozent, wie es weiter in der Mitteilung der Statistiker hieß. Allerdings war der Wert vor einem Jahr durch Corona-Nachholeffekte bei gleichzeitig starker Knappheit an Vorprodukten außergewöhnlich hoch gewesen.

"Der Höhenflug der Auftragseingänge, der sich nach der Corona-Pandemie im Zuge von Nachholeffekten eingestellt hatte, scheint beendet zu sein", hieß es in der Stellungnahme des Ministeriums. Besonders getroffen wurde die Autoindustrie. Hier gingen die Aufträge laut Ministerium um 9,0 Prozent zurück und im Maschinenbau um 8,1 Prozent.

Nach Einschätzung von Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank ist der deutsche Auftragseingang im September "kollabiert". Er verwies auf den starken Auftragsrückgang aus dem Ausland. "Wenn es in den G7-Staaten nicht mehr so rund läuft und auch China von einer Konjunkturschwäche geplagt ist, bleibt am Ende auch weniger für die deutsche Industrie übrig", sagte Gitzel. Aus den "verheerenden Auftragseingängen" werde deutlich, dass sich die deutsche Wirtschaft auf Rezessionskurs befinde.