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ROUNDUP: Deutsche Industrie schwächelt fünften Monat in Folge

WIESBADEN (dpa-AFX) -Die Industrie in Deutschland hat sich im Oktober den fünften Monat in Folge schwach entwickelt. Im Monatsvergleich sank die Gesamtproduktion um 0,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Damit ist die Fertigung in den Industriebetrieben seit Juni ununterbrochen gesunken.

Analysten wurden von dem erneuten Rückschlag überrascht. Sie hatten im Schnitt mit einem Anstieg der Produktion um 0,2 Prozent gerechnet. Volkswirte sprachen von einem schwachen Start der Industrie in das vierte Quartal und von der Aussicht auf eine weiter schrumpfende Wirtschaftsleistung in Deutschland.

"Der Produktionsrückgang im Oktober ist zu einem Großteil auf den Bereich Maschinenbau zurückzuführen", heißt es in der Mitteilung des Bundesamtes. Hier habe es im Monatsvergleich einen Rückgang um 6,3 Prozent gegeben. Zudem sei die Produktion im Baugewerbe und die Fertigung von Investitionsgütern gesunken.

Einen Lichtblick lieferte allerdings die deutsche Autoindustrie. In einer der wichtigsten Sparten der deutschen Industrie stieg die Produktion im Oktober nach Angaben des Bundesamtes um 0,7 Prozent im Monatsvergleich.

Das Bundeswirtschaftsministerium sprach in einer Stellungnahme von einer "schwachen konjunkturelle Lage". Zwar dürfte beim Rückgang der Produktion im Oktober Brücken- und Feiertage eine Rolle gespielt haben, aber auch ohne diese Sondereffekte habe sich der rückläufige Trend der Industrieproduktion fortgesetzt.

"Die Misere der deutschen Industrieproduktion setzt sich fort", kommentierte Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. Seiner Einschätzung nach steht die Industrieproduktion repräsentativ für die gesamte deutsche Wirtschaft, die derzeit nicht vom Fleck komme. Nach Einschätzung des Analysten Ralph Solveen von der Commerzbank setzt sich die Abwärtstendenz der vergangenen Monate fort. Es werde daher immer wahrscheinlicher, dass die deutsche Wirtschaft auch im vierten Quartal leicht schrumpfen werde.

Zuletzt hatte auch der Auftragseingang in der deutschen Industrie enttäuscht. Im Oktober waren die Bestellungen kräftig gesunken, um 3,7 Prozent im Monatsvergleich. Die Entwicklung wurde jedoch vor allem durch fehlende Großaufträge belastet. Ohne diese Komponente zeigte sich im Oktober ein leichter Zuwachs beim Auftragseingang.

Jüngste Stimmungsdaten aus der deutschen Wirtschaft waren zuletzt besser ausgefallen. Unter anderem bewegte sich mit dem Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts einer der wichtigsten Konjunkturindikatoren im November das dritte Mal in Folge nach oben, was Hoffnung auf eine positivere Entwicklung in den kommenden Monaten weckte.