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ROUNDUP: Delivery Hero will Margenziel binnen 10 Jahren erreichen - neue Städte

·Lesedauer: 3 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Der Lieferdienst Delivery Hero <DE000A2E4K43> wird bei seinen Zielen für das laufende Jahr etwas optimistischer. Langfristig hält Konzernchef Niklas Östberg an seinem Ziel einer operativen Gewinnmarge gemessen am Bruttowarenwert (GMV) von 5 bis 8 Prozent fest. In spätestens zehn Jahren wolle er dieses Ziel erreichen, sagte er am Donnerstag in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Zudem teilte das im Dax <DE0008469008> notierte Unternehmen der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX mit, in welchen Städten er in diesem Jahr sein Lieferdienst Foodpanda noch starten soll. Die Aktie legte deutlich zu und gehörte am Vormittag zu den besten Titeln im deutschen Leitindex.

Wann genau Östberg das Margenziel erreichen will, ließ er offen. Das sei schwer angesichts der großen Anzahl an Wettbewerbern derzeit. "Wenn die Konkurrenz ihre Ausgaben erhöht, werden wir nachziehen müssen", sagte er. Einige Länder würden das Ziel schneller erreichen als andere Märkte. Für 2021 erwartet der Vorstand unterdessen, das obere Ende des Bruttowarenwertes von 33 bis 35 Milliarden Euro zu erreichen. Auch beim Gesamtumsatz der Segmente solle nun das obere Ende der Spanne von 6,4 bis 6,7 Milliarden Euro erreicht werden.

Beim operativen Ergebnis rechnet der Vorstand dagegen weiter mit einem hohen Verlust. Die operative Marge gemessen am Bruttowarenwert solle unverändert bei rund minus zwei Prozent liegen. Rein rechnerisch bedeutet das nun das obere Ende eines Verlustes zwischen 660 und 700 Millionen Euro.

Erst diese Woche hatte der US-Konkurrent Doordash <US25809K1051> bekannt gegeben, den finnischen Lieferdienst Wolt übernehmen zu wollen. Dieser ist auch in mehreren deutschen Städten aktiv, etwa Berlin, Köln oder Frankfurt/Main. Östberg spielte die neue Konkurrenz herunter. "Ich glaube nicht, dass das einen großen Einfluss auf unser Geschäft haben wird." Delivery Hero habe ebenfalls eine Übernahme erwägt. Allerdings sei der erwartete Preis größer ausgefallen als das, was der Konzern zu zahlen bereit gewesen sei.

In den großen Städten Deutschlands sind damit gleich eine Reihe von Lieferdienstanbietern aktiv. Neben dem Platzhirsch Just Eat Takeaway <NL0012015705> mit seiner Marke Lieferando war in diesem Jahr auch Uber <US90353T1007> Eats in Berlin und Frankfurt/Main vorgeprescht.

Die Antwort von Delivery Hero folgte nun am Donnerstag: "Wir planen bis Ende des Jahres in Köln, Düsseldorf und Stuttgart loszulegen", sagte eine Sprecherin. Nach dem Start in Berlin war Foodpanda bereits nach Frankfurt/Main, Hamburg und München expandiert. Mit Foodpanda verbindet der Konzern die Vermittlung von Bestellungen an Restaurants, die Lieferung bestellter Speisen sowie die Zustellung von Produkten des Alltags.

Im dritten Quartal legte Delivery Hero unterdessen weiter zu. Dabei inkludiert der Konzern nun seinen südkoreanischen Zukauf Woowa und schließt sein früheres Korea-Geschäft aus. Die Bestellungen gingen verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um rund die Hälfte auf 791,4 Millionen hoch. Der Bruttowarenwert legte um fast 65 Prozent auf 9,56 Milliarden Euro zu. Der Erlös der Segmente summierte sich auf fast 1,8 Milliarden Euro und war damit fast doppelt so hoch wie noch vor einem Jahr.

Beim Essenslieferanten laufe es rund, schrieb Analyst Giles Thorne von Jefferies in einer ersten Reaktion auf den Zwischenbericht. Aufträge, Bruttowarenwert und der Gesamtumsatz der Segmente hätten die Erwartungen übertroffen. Dem schloss sich Analyst Rob Joyce von der US-Bank Goldman Sachs an. Allerdings bemängelte er, der Ausblick sei etwas mau: Hier plane der Lieferdienst wohl lediglich konservativ. Am Aktienmarkt sorgten die Zahlen für ein Kursplus von zuletzt 2,8 Prozent auf 115 Euro.

Nach dem Höhenflug im vergangenen Jahr, der das Papier in den Dax gebracht hat, bewegt sich der Kurs seit einiger Zeit in einer Spanne zwischen etwa 100 Euro und 130 Euro. Anfang des Jahres hatte das seit 2017 notierte Papier noch das Rekordhoch von 145,40 Euro erreicht. In diesem Jahr gehört die Delivery-Hero-Aktie mit einem Minus von zehn Prozent bisher zu den schwächsten Dax-Titeln. 2020 war der Kurs allerdings um 80 Prozent gestiegen. Mit einem Börsenwert von knapp 29 Milliarden Euro liegt das Unternehmen in dieser Wertung im Mittelfeld der inzwischen 40 Dax-Titel.

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