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ROUNDUP: Corona-Lage in Italien spitzt sich zu - Neue Reiseverbote in Regionen

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ROM (dpa-AFX) - Wegen der sich zuspitzenden Corona-Lage hat Italiens Regierung in sechs weiteren Landesteilen striktere Einschränkungen für die Bürger verhängt. Die Provinz Bozen-Südtirol wurde offiziell zur Roten Zone erklärt, in der die Menschen möglichst zu Hause bleiben sollen. Außerdem stufte das Gesundheitsministerium mit dem Erlass vom Dienstag die Regionen Ligurien im Nordwesten, die Abruzzen, die Toskana und Umbrien in Mittelitalien sowie die Basilikata im Süden in die mittlere Risikogruppe (orange) hoch.

In Bozen war die Verschärfung bereits vorweggenommen worden. In den anderen Gebieten wurde der Erlass aus Rom schon vorher so erwartet.

Das Land mit seinen rund seinen 60 Millionen Einwohnern ist seit kurzem in drei Corona-Risikozonen eingeteilt, wobei in den Roten Zonen die striktesten Maßnahmen gelten. Orange ist die mittlere, gelb die niedrigste Stufe. In orangen Gebieten müssen Restaurants und Bars den ganzen Tag geschlossen bleiben. Außerdem ist es dort verboten, sich zwischen Regionen und Kommunen zu bewegen. Ausnahmen gelten für die Fahrt zur Arbeit oder aus medizinischen Gründen. Einige der 20 Regionen waren schon seit der Vorwoche rot oder orange eingestuft.

Experten des Gesundheitsministeriums sprachen sich zum Teil für noch strengere Beschränkungen aus. "Die epidemiologische Situation verschlechtert sich weiter in unserem Land", sagte Giovanni Rezza. Das rechtfertige restriktivere Eingriffe. Auf 100 000 Menschen kamen nach den Zahlen bis Anfang November durchschnittlich rund 300 Corona-Fälle in einer Woche. In der Zeit vom 15. bis 28. Oktober habe jeder Infizierte im Schnitt 1,72 andere Menschen angesteckt. Der Vergleich mit deutschen Zahlen ist wegen der unterschiedlichen Erhebungszeiträume teils schwierig.

Am Dienstag registrierten die Gesundheitsbehörden rund 35 100 Ansteckungsfälle in 24 Stunden. Es wurden 580 Tote gemeldet. Die Zahlen der Neuinfektionen fallen zu Wochenbeginn wegen weniger Tests am Wochenende oft niedriger aus. Am Samstag hatten die Behörden noch etwas mehr als 39 800 Fälle gemeldet.