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ROUNDUP/CDU: Mit 'Deutschland gemeinsam machen' Kanzleramt verteidigen

·Lesedauer: 3 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Die CDU will die Bundestagswahl im September mit dem Slogan "Deutschland gemeinsam machen" gewinnen. Zentrales Element der in weiten Teilen auch digitalen Wahlkampagne sei der "Union-Kreis" als "starkes Zeichen des Zusammenhalts", erklärte CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak am Dienstag bei der Vorstellung der Wahlkampagne in Berlin. "Wir führen Menschen zusammen", betonte er. Die CDU sei nicht die Partei des "Entweder-oder", sondern des "Sowohl-als-auch". In den kommenden Monaten will Unions-Kanzlerkandidat und Parteichef Armin Laschet mit einer großangelegten Sommertour um Wählerstimmen werben.

Er freue sich auf einen heißen Wahlkampfsommer mit einer spannenden inhaltlichen Auseinandersetzung, sagte Ziemiak. Die CDU wolle das Land bei den anstehenden Herausforderungen zusammenzuhalten und deshalb vor allem die inhaltlichen Auseinandersetzungen in den Mittelpunkt stellen. "Ich hoffe, dass die anderen Parteien auch mitmachen in der inhaltlichen Auseinandersetzung und sich nicht nur mit sich selbst beschäftigen", betonte der Generalsekretär.

Auf die Frage, ob der in jüngster Vergangenheit teils vergiftete Tonfall zwischen Union und Grünen mögliche Koalitionsverhandlungen belaste und ob die CDU gemeinsam mit den Grünen "Deutschland machen" könne, entgegnete Ziemiak: "Wenn man erfolgreich Deutschland gemeinsam machen will, dann geht das nur mit einer unionsgeführten Bundesregierung." Wer Stabilität und Erneuerung wolle, sei aufgerufen, die Union zu wählen, damit diese auch das Kanzleramt führe. Darum, und nicht um "irgendwelche Experimente" mit beispielsweise den Grünen im Kanzleramt gehe es.

"Es wird ja der digitalste Wahlkampf, den wir bisher erlebt haben", kündigte Ziemiak an. In Themenwochen werde inhaltlich auf das gemeinsame Wahlprogramm von CDU und CSU hingewiesen, die Wahlkämpfer würden mit diversen Vorlagen für die sozialen Netzwerke versorgt - "von der Kachel bis zum Video". Neben hybriden Formaten will die CDU mit den gewohnten Wahlplakaten für sich werben. Dabei nutzt sie das Kreis-Motiv in den Landesfarben Schwarz-Rot-Gold.

Bei der Grundausstattung für die Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfer stünden erstmals Menschen und Gesichter im Mittelpunkt, verbunden mit den zentralen Themen Wachstum und Wohlstand, Arbeit, dem Zusammenführen von Klimaschutz und Arbeitsplätzen, Familie, Sicherheit, Soziales, Bildung und Wohnen. Das Motiv mit dem Kanzlerkandidaten Laschet trägt einen Schriftzug mit dem Titel des Unions-Wahlprogramms: "Gemeinsam für ein modernes Deutschland".

Die Plakate sollen mit dem Start der Briefwahl von Mitte August an geklebt und aufgestellt werden. Ab dann "ist für uns jeder Tag Wahltag", sagte Ziemiak. Er rechne mit einem historisch hohen Anteil von Briefwählern. In der Corona-Pandemie gab es bei der Herstellung der Plakate eine Besonderheit: Wegen der Einschränkungen und Hygienestandards seien für die Fotos keine Modells oder eingekaufte Bilder genommen worden, vielmehr habe man mit Mitarbeitern und Mitgliedern der CDU gearbeitet.

Im August werde es eine große Sommertour Laschets geben - unter Berücksichtigung der jeweiligen Corona-Maßnahmen, kündigte Ziemiak an. Termine und Orte nannte er noch nicht. Große Veranstaltungen sollten gleichzeitig auch Online-Veranstaltungen sein. Einen Haustürwahlkampf unter Corona-Bedingungen werde es ebenfalls geben - "vielleicht nicht nur direkt an der Haustür, sondern mehr am Gartenzaun". Wie in den vergangenen Wahlkämpfen habe die CDU für die Kampagne ein Budget von etwas mehr als 20 Millionen Euro.

Laschet werde auch in Bayern plakatiert, im Wahlkampf-Design der CSU, sagte Ziemiak auf eine entsprechende Frage vor dem Hintergrund des Machtkampfes zwischen Laschet und CSU-Chef Markus Söder um die K-Frage Mitte April. Zudem werde es auch weitere gemeinsame Auftritt von Laschet und Söder sowohl in Bayern wie auch in anderen Ländern geben.

Ihren gemeinsamen zentralen Wahlkampfauftakt organisieren CDU und CSU am 21. August im Europapark Rust in Baden-Württemberg. Dazu werden neben Laschet und Söder die scheidende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie alle Bundestagskandidaten von CDU und CSU zu einer mehrtägigen Veranstaltung erwartet. Der gemeinsame Abschluss des Wahlkampfes soll am 24. September auf dem Nockherberg in München sein. Am 26. September wird gewählt.

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