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ROUNDUP: BMW im Gesamtjahr 2023 profitabler - Aktie fällt

MÜNCHEN (dpa-AFX) -Der Autobauer BMW DE0005190003 hat im abgelaufenen Jahr dank Preiserhöhungen und der Verschiebung der Nachfrage hin zu teureren Modellen profitabler gearbeitet. Dabei gaben investierten die Bayern mehr und steckten auch mehr Geld in Forschung und Entwicklung. Einen Ausblick auf das neue Jahr blieb der Dax-Konzern zunächst schuldig. In der Branche hatte sich zuletzt angedeutete, dass sich das Umfeld angesichts hoher Zinsen und einer schwierigen Wirtschaftslage eintrübt. Die Aktie schwankte deutlich und verlor zuletzt 1,9 Prozent.

Während der Umsatz 2023 dank des gestiegenen Absatzes insgesamt um 9,0 Prozent auf 155,5 Milliarden Euro kletterte, legte das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern stärker zu - um fast einem Drittel auf 18,5 Milliarden Euro, wie der DaxDE0008469008-Konzern am Donnerstag in München mitteilte. Dazu trugen auch Übernahmeeffekte bei.

Die operative Marge im Automobilbau, der wichtigsten Sparte, stieg um 1,2 Prozentpunkte auf 9,8 Prozent. Analysten hatten mit einem noch etwas besseren Wert gerechnet. BMW sprach von einem saisonal bedingt stärker durch Kosten belasteten Schlussquartal. Im Finanzdienstleistungsgeschäft belasteten sinkende Wiederverkaufspreise von Leasingrückläufern. Der Trend zu weniger guten Vermarktungserlösen für Gebrauchtwagen dürfte sich 2024 fortsetzen, hieß es.

Unter dem Strich ging der Überschuss um ein gutes Drittel auf 12,2 Milliarden Euro zurück. Im Vorjahr hatte ein milliardenschwerer Bewertungseffekt infolge der Komplettübernahme des chinesischen Gemeinschaftsunternehmens BBA den Gewinn aufgebläht. Die Aktionäre sollen dieses Jahr je Stammaktie eine Dividende von 6,00 Euro erhalten. Das sind 2,50 Euro weniger als im Vorjahr.

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BMW hatte im vergangenen Jahr wie bereits bekannt 2,55 Millionen Autos ausgeliefert und damit 6,4 Prozent mehr als das Jahr davor. Der Anteil an Oberklassemodellen und der Tuningsubmarke BMW M legte zu.

BMW rüstet sich derzeit für eine neue Fahrzeuggeneration mit vollelektrischem Antrieb, die sogenannte "Neue Klasse". Dafür nehmen die Bayern viel Geld in die Hand. Insgesamt legten die Investitionen um 8,5 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro zu. Die Kosten für Forschung und Entwicklung zogen gar um knapp 14 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro an.

"Wir investieren umfassend in innovative Technologien und in die Elektrifizierung und Digitalisierung unserer Produkte und Werke", sagte Finanzchef Walter Mertl laut Mitteilung. Einen konkreten Ausblick auf die Geschäfte des laufenden Jahres dürfte der Konzern in einer Woche am 21. März auf der Jahrespressekonferenz vorstellen.