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ROUNDUP: Biden verspricht neue Milliardenhilfe für Ernährungssicherheit

NEW YORK (dpa-AFX) -Die US-Regierung will weitere Milliardenhilfen bereitstellen, um die Ernährungskrise auf der Welt abzumildern. US-Präsident Joe Biden versprach am Mittwoch bei seiner Rede vor der UN-Generalversammlung in New York im Umfang von mehr als 2,9 Milliarden US-Dollar (rund 2,9 Milliarden Euro). Nach Angaben des Weißen Hauses ergänzen die neuen Mittel die 6,9 Milliarden US-Dollar, die die US-Regierung im laufenden Jahr bereits zur Unterstützung der weltweiten Ernährungssicherheit bereitgestellt habe.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie, die Klimakrise, steigende Energiepreise sowie Konflikte, vor allem der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, hatten globale Versorgungsketten unterbrochen und die weltweiten Lebensmittelpreise drastisch ansteigen lassen. Der Ukraine-Krieg und blockierte Lieferungen von Millionen Tonnen Getreide haben das Risiko von Hungersnöten am Horn von Afrika weiter erhöht. Vor allem in Somalia sind den Vereinten Nationen zufolge wegen einer beispiellosen Dürre Millionen Menschen vom Hungertod bedroht.

Biden forderte die Verlängerung des von den Vereinten Nationen zwischen Russland und der Ukraine vermittelten Getreide-Abkommens. Der Ende Juli unterzeichnete Deal gilt für vier Monate. Darin verpflichtet sich Russland dazu, die Ausfuhr von Millionen Tonnen Getreide aus der Ukraine über das Schwarze Meer nicht zu blockieren. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte zuletzt damit gedroht, die bis dato bedeutendste Übereinkunft der Kriegsparteien platzen zu lassen.

Biden warf Russland vor, die Nahrungsmittelkrise mit den wegen des Ukraine-Krieges verhängten Sanktionen gegen Moskau zu begründen. Das sei falsch. "Unsere Sanktionen erlauben Russland ausdrücklich, Lebensmittel und Düngemittel zu exportieren, ohne Einschränkung", betonte der US-Präsident. "Es ist Russlands Krieg, der die Ernährungsunsicherheit verschlimmert."