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ROUNDUP: Beiersdorf bleibt trotz hoher Wachstumsdynamik vorsichtig

HAMBURG (dpa-AFX) - Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf <DE0005200000> ist mit einem robusten Wachstum in das neue Jahr gestartet, bleibt jedoch auf Jahressicht vorsichtig. So bekräftigte der für seine Hautpflegemarken Nivea und Eucerin bekannte Hamburger Hersteller seine Jahresprognose lediglich. Zudem stimmte das Management um Konzernchef Vincent Warnery auf ein schwieriges zweites Quartal ein. Das Wiederaufflammen der Corona-Pandemie und der strikte Lockdown in Teilen Chinas dürfte das Geschäft mit der margenstarken Luxuspflegemarke La Prairie ebenso belasten wie die Klebstoffsparte Tesa.

Die Aktie startete am Donnerstag zunächst mit einem Plus von mehr als drei Prozent in den Handel, gab die Gewinne jedoch schnell wieder ab. Am Vormittag lag das Papier mit zwei Prozent im Minus. Die Wachstumsprognose klinge nach dem Auftaktquartal konservativ, stellte Iain Simpson von der britischen Investmentbank Barclays fest. Beiersdorf selbst führe aber viele Unsicherheiten an.

Das Wachstum sei deutlich dynamischer ausgefallen als gedacht, notierte unterdessen Analystin Emma Letheren von der kanadischen Bank RBC, die ebenfalls auf den bestätigten Ausblick verwies. Analysten von Bernstein hoben derweil die zunehmenden Probleme bei La Prairie hervor.

"Mit Blick auf den Krieg in der Ukraine, die coronabedingten Lockdowns in China und den inflationären Druck auf Rohstoff- und Logistikkosten befinden wir uns in Zeiten besonderer wirtschaftlicher Unsicherheiten", erläuterte Konzernchef Warnery bei der Vorlage der Umsatzentwicklung im ersten Quartal. Beiersdorf habe bereits Maßnahmen ergriffen, um den Kostendruck abzumildern. So setzte das Unternehmen etwa zahlreiche Preiserhöhungen durch, weitere sollen folgen. Das Investitionsprogramm, das insbesondere auf die Ankurbelung des Wachstums in der Hautpflege abzielt, werde fortgesetzt.

Für 2022 geht der Nivea-Konzern weiter von einer bereinigten operativen Marge (Ebit) auf dem Vorjahresniveau von 13 Prozent aus. Das Management rechnet dabei im Konsumentengeschäft mit einer leichten Steigerung der Profitabilität. Hier sieht Warnery jedoch auch erhebliche Risiken im Zusammenhang mit dem China-Lockdown. Vor allem die Luxuspflegemarke La Prairie ist davon betroffen, für die der Konzernchef ein schwieriges zweites Quartal in Aussicht stellte.

Der Lockdown in China dürfte auch Tesa erheblich belasten. Die Profitabilität im Geschäft mit Klebebändern werde deutlich sinken, bekräftigte Beiersdorf. Die anhaltenden Lieferkettenprobleme in der Automobilindustrie kämen dabei obendrauf. Auch hier wird vor allem ein schwieriges zweites Quartal erwartet, wie Finanzchefin Astrid Hermann in einer Telefonkonferenz berichtete. Im zweiten Halbjahr soll sich die Situation wieder entspannen.

Mit Blick auf den Konzernumsatz rechnet der Vorstand unverändert mit einem Plus im mittleren einstelligen Prozentbereich. Beide Geschäftsbereiche sollen zu dem Wachstum beitragen, wobei Beiersdorf bei Tesa etwas vorsichtiger wurde und von einem Wachstum im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich ausgeht. Für die Konsumsparte erwartet Beiersdorf weiterhin ein Wachstum im mittleren einstelligen Bereich.

Im ersten Quartal war vor allem die Konsumentensparte stark gewachsen und hatte die Erlöse um 15,6 Prozent gesteigert. Angetrieben wurde das Wachstum von Eucerin, der medizinischen Hautpflegemarke, die Beiersdorf zufolge deutlich stärker als der Markt zulegen konnte. Aber auch La Prairie und Nivea steigerten die Erlöse deutlich. Nivea habe erneut Marktanteile über alle Regionen hinweg gewinnen können, sowohl in Wachstumsmärkten wie Lateinamerika als auch in Europa, so Beiersdorf. Tesa steigerte die Umsätze trotz der Lieferkettenprobleme um 7,4 Prozent. Treiber war erneut das Elektronikgeschäft, insbesondere in Asien.

Der Konzernumsatz stieg wie bereits bekannt um knapp 14 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Dabei profitierte Beiersdorf erheblich von Preiserhöhungen. Zudem trug erstmals die jüngst übernommene US-Marke Chantecaille zum Umsatz bei. Das Unternehmen hatte bereits Anfang April vorläufige Zahlen vorgelegt.

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