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ROUNDUP: Befesa kauft US-Recycler mit frischem Geld von Aktionären - Kurssprung

·Lesedauer: 2 Min.

LUXEMBURG/PITTSBURGH (dpa-AFX) - Der Industrierecycler Befesa <LU1704650164> steigt mit einer Übernahme groß in den US-amerikanischen Markt ein. Die Gesellschaft aus Luxemburg übernimmt für 450 Millionen US-Dollar das Recycling-Geschäft von American Zinc Recycling (AZR), wie sie am Mittwochabend mitteilte. Dazu hat sich Befesa bereits frisches Geld von Anlegern besorgt. Eine Kapitalerhöhung wurde am späten Abend vollzogen.

An der Börse kamen die Nachrichten am Donnerstag gut an. Die Befesa-Aktie legte kurz nach Handelsstart um 5,01 Prozent auf 60,80 Euro zu und war damit klarer Spitzenreiter im Nebenwerte-Index SDax <DE0009653386>. Seit dem Jahreswechsel hat ihr Kurs um fast 18 Prozent zugelegt.

American Zinc Recycling verarbeitet umweltgefährdende Abfälle aus der Stahlindustrie und ist den Angaben zufolge ein Marktführer für das Recycling von Stahlstaub aus Elektrolichtbogenöfen (EAFD). Nach Angaben von Befesa wird mehr als 70 Prozent des gesamten Stahls in den USA mit dem Elektrolichtbogenverfahren hergestellt. AZR betreibe vier Recyclinganlagen für diese Art von Stahlstaub und könne pro Jahr etwa 620 000 Tonnen davon verarbeiten.

"Durch die Übernahme des Recyclinggeschäfts von AZR wird Befesa zu einem weltweiten Marktführer im EAFD-Recycling mit einer ausgewogenen geografischen Präsenz in Europa, Asien sowie den USA", hieß es. Insgesamt komme Befesa dann auf zwölf Anlagen und eine Verarbeitungskapazität von etwa 1,7 Millionen Tonnen Stahlstaub pro Jahr. Die Übernahme soll im dritten Quartal vollzogen werden, wenn die Wettbewerbshüter zustimmen.

Befesa will den Zukauf unter anderem mit einer Kapitalerhöhung finanzieren. Die angebotenen rund 5,9 Millionen neuen Aktien fanden am Mittwochabend bei institutionellen Anlegern direkt Abnehmer zum Stückpreis von 56 Euro. Der Bruttoemissionserlös liegt damit bei gut 332 Millionen Euro. Außerdem will Befesa sich über eine Krediterweiterung 90 Millionen Euro beschaffen.

Eine Kapitalerhöhung drückt in der Regel auf den Aktienkurs, weil der Gewinn je Aktie für die Anleger verwässert wird. Ein Aktienhändler wertete den Schritt dennoch positiv: Die Übernahme sei für Befesa eine einzigartige Gelegenheit, in den US-Markt einzutreten. Dort nutzten mehr Stahlhersteller die Lichtbogenöfen als in der EU oder in China, um etwa Stahlschrott für die Produktion von neuem Stahl zu recyceln. Damit fällt auch mehr Stahlstaub zum Recycling an.

Im Zuge der Übernahme beteiligt sich Befesa zudem für 10 Millionen Dollar mit rund sieben Prozent am Zinkraffinerie-Geschäft von AZR. Wenn die Zinkraffinerie bis Ende 2023 bestimmte operative und finanzielle Meilensteine erreicht hat, kann sich Befesa auch den restlichen Anteil von rund 93 Prozent für 135 Millionen Dollar einverleiben. Unter bestimmten Bedingungen können noch einmal 29 Millionen Dollar hinzukommen - in bar oder in Aktien.

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