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ROUNDUP: Baumarkt-Gruppe Hornbach hebt Jahresprognose erneut an - Aktie im Minus

·Lesedauer: 3 Min.

BORNHEIM (dpa-AFX) - Die Baumarkt-Gruppe Hornbach <DE0006083405> profitiert weiter vom Trend zum Rückzug in die eigenen vier Wände in der Corona-Krise. Das Unternehmen wird nun noch optimistischer für das bis Ende Februar laufende Geschäftsjahr. Nachdem die im Nebenwerteindex SDax <DE0009653386> notierte Hornbach Holding ihre Ziele für 2020/2021 erst Ende September angehoben hatte, schraubte Hornbach die Prognose nun ein weiteres Mal nach oben. Denn die Menschen geben den Angaben zufolge nach wie vor mehr Geld für Heimwerkerprojekte in Haus und Garten aus.

Weil das so ist und die hohe Nachfrage anhält, rechnet Hornbach jetzt mit einem Umsatzwachstum zwischen 13 und 17 Prozent, wie das Unternehmen am Montagabend im pfälzischen Bornheim bei Landau mitteilte. Im September hatte der Konzern die Vorhersage auf 8 bis 15 Prozent angehoben. Der "dynamische Umsatztrend des ersten Halbjahres" habe sich im bisherigen Verlauf des dritten Quartals (bis Ende November) fortgesetzt, hieß es. So habe der Umsatz in den Monaten September und Oktober 2020 jeweils um gut ein Fünftel höher gelegen. Auch im November setze sich bislang die positive Umsatzentwicklung im Konzern fort.

Am Kapitalmarkt sorgten die Nachrichten trotzdem nicht für anhaltende Begeisterung. Nach einem Plus kurz nach Handelsbeginn lag die Aktie der Hornbach Holding <DE0006083405> am Dienstagvormittag rund 2,2 Prozent im Minus und notierte bei 83,90 Euro. Im laufenden Jahr haben die Titel aber dennoch rund 30 Prozent an Wert hinzugewonnen.

Hornbach verwies zwar auch darauf, dass es in Tschechien und der Slowakei wegen der europaweit verschärften Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu Verkaufsbeschränkungen im stationären Handelsgeschäft mit Privatkunden komme. Betroffen seien davon in beiden Ländern insgesamt 14 Bau- und Gartenmärkte. Nicht davon berührt seien jedoch der Verkauf an professionelle Kunden und der Onlinehandel. Zudem habe es in den übrigen Ländern bislang keine erneuten wesentlichen Einschränkungen im stationären Verkauf gegeben. Demnach ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt den Angaben zufolge "kein abruptes Ende der konzernweit höheren Kundennachfrage erkennbar".

Beim bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) rechnet Hornbach daher 2020/21 nun mit 290 bis 360 Millionen Euro nach einer zuvor erwarteten Spanne zwischen 270 und 330 Millionen Euro. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es 227 Millionen Euro gewesen. Im laufenden dritten Geschäftsquartal (bis Ende November) soll das bereinigte Ebit erheblich über dem Vorjahreswert von 41,8 Millionen Euro liegen.

Die angehobene Prognose gelte allerdings nur unter der Bedingung, dass es bis Geschäftsjahresende weder zu lang anhaltenden flächendeckenden Schließungen eines signifikanten Teils der Bau- und Gartenmärkte noch zu konjunkturellen Schocks oder zu einer schwerwiegenden Eintrübung des Konsumentenvertrauens komme.

Hornbach gehört bislang zu den großen Gewinnern der Corona-Krise, da viele Menschen wegen der Pandemie mehr Zeit Zuhause verbringen. Viele Kunden nutzen auch die Onlineshops häufiger als vor Corona. "Aber wir müssen weiterhin auf dem Schirm haben, dass das Konsumklima in solch unsicheren Zeiten auch einmal kippen kann", hatte Vorstandschef Albrecht Hornbach bei der Vorlage der Halbjahreszahlen gewarnt.

DZ-Bank-Analyst Thomas Maul verdeutlichte, dass Hornbach zuletzt nicht nur von den starken Umsatzzuwächsen, sondern auch von Kosteneinsparungen profitiert habe. Grundsätzlich seien die Bau- und Gartenmärkte von Hornbach bei Kunden sehr beliebt. Der Fokus auf Projektkunden und Nachhaltigkeit sowie die gute Verbindung von stationären Märkten und Webshops dürften Hornbach auch nach dem Ende der Pandemie ein Wachstum bescheren, das über dem vergleichbaren Markt liegt, glaubt Maul".