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ROUNDUP/Aktien New York Schluss: S&P 500 und Dow mit Rekord - Nasdaq holt auf

·Lesedauer: 3 Min.

NEW YORK (dpa-AFX) - In weiterhin starker Verfassung hat sich am Donnerstag der New Yorker Aktienmarkt präsentiert. Nachdem der Leitindex Dow Jones Industrial <US2605661048> den vierten Tag in Folge ein Rekordhoch erreichte, gelang dies nun auch dem S&P 500 <US78378X1072>. Aus dem Handel ging der marktbreite Index mit plus 1,04 Prozent auf 3939,34 Punkten. Der Dow gewann 0,58 Prozent auf 32 485,59 Punkte.

Weiter auf Aufholjagd befand sich der Nasdaq 100 <US6311011026> mit plus 2,36 Prozent auf 13 052,90 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex hatte nach seinem historischen Höchststand Mitte Februar bis zum vergangenen Freitag um zwölf Prozent korrigiert, seitdem aber schon wieder um fast sieben Prozent zugelegt.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche sank in den USA stärker als erwartet. Die Kurse am amerikanischen Anleihemarkt belastete dies gleichwohl nicht. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) legte zuletzt um 0,06 Prozent auf 132,60 Punkte zu, die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen sank auf 1,52 Prozent. Jüngst war sie noch auf bis 1,6 Prozent gestiegen und hatte vor allem die hoch bewerteten Tech-Aktien abrutschen lassen. Auslöser war die Furcht vor steigender Inflation angesichts des billionenschweren Rettungspakets von Joe Biden zur Bewältigung der Corona-Krise, das der US-Präsident an diesem Donnerstag mit seiner Unterschrift in Kraft setzte.

Große Tech-Werte wie Tesla <US88160R1014> und Facebook <US30303M1027> legten am vorletzten Handelstag der Woche kräftig zu um 4,7 beziehungsweise 3,4 Prozent. Facebook will mehr Werbung in kürzeren Videos platzieren und damit mehr einflussnehmende Personen im Social-Media-Bereich anlocken. Der Kurzvideo-App Tiktok will das Online-Netzwerk damit die Stirn bieten.

Negativ im Technologiesektor stachen indes die Aktien von Oracle <US68389X1054> hervor. Das starke Cloud-Geschäft mit IT-Anwendungen und Speicherplatz im Internet gab dem Softwarekonzern im abgelaufenen Quartal weiter Schub, die Papiere sackten dennoch um sechseinhalb Prozent ab. Auch die Ankündigung weiterer Aktienrückkäufe half nicht. Die Anteile hatten jüngst ein Rekordhoch erreicht, daher strichen die Anleger nun erst einmal Gewinne ein.

Positive Nachrichten gab es am Donnerstag für Johnson & Johnson <US4781601046>, dessen Corona-Impfstoff die Europäische Union zugelassen hat auf Empfehlung der Arzneimittelbehörde EMA. Die EU rechnet mit ersten Lieferungen im April. Der Impfstoff von Johnson & Johnson hat den Vorteil, dass er nur einmal verabreicht werden muss, was Impfungen beschleunigen könnte. Die im Dow notierten Aktien reagierten darauf aber nur wenig und beendeten den Handel quasi unverändert.

Ganz oben im Leitindex rückten abermals die Papiere des Flugzeugherstellers Boeing <US0970231058> um weitere 2,7 Prozent vor. Kreisemeldungen zufolge steht der Airbus <NL0000235190>-Konkurrent kurz vor einem Großauftrag von Southwest Airlines <US8447411088> für die 737 Max. Die Boeing-Aktien profitieren seit einiger Zeit auch vom Trend am Aktienmarkt zu Papieren der "Old Economy" und von den Hoffnungen der Luftfahrtbranche auf ein nahendes Ende der Corona-Krise.

Die Aktien der Dating-Plattform Bumble <US12047B1052> stiegen nach der ersten Veröffentlichung von Quartalszahlen seit dem Börsengang um fast elf Prozent. Damit honorierten die Anleger besser als erwartet ausgefallene Umsätze sowie einen positiven Ausblick. Die Menschen wollen sich wieder verabreden. Die Nachfrage nach Dates nach Ende der Pandemie dürfte steigen.

Der Euro <EU0009652759> stieg im New Yorker Handel in Richtung 1,20 US-Dollar und kostete nach Börsenschluss 1,1989 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1969 (Mittwoch: 1,1892) Dollar festgesetzt, der Dollar damit 0,8355 (0,8409) Euro gekostet./ajx/fba

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---