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ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Inflationsdaten treiben Tech-Sektor an

NEW YORK (dpa-AFX) -Auf die Inflationsdaten für April haben zur Wochenmitte am US-Aktienmarkt vor allem Technologiewerte freundlich reagiert. Der Nasdaq 100 US6311011026 hielt sich bei kräftigeren Schwankungen über den gesamten Handel im Plus und gewann am Ende des Tages 1,11 Prozent auf 13 347,83 Punkte. Die Furcht vor weiter steigenden Zinsen nahm nach den Daten etwas ab - gute Nachrichten also für wachstumsstarke Tech-Unternehmen mit hohem Investitions- und Finanzierungsbedarf. Schwergewichte wie Salesforce US79466L3024, Microsoft US5949181045 und Apple US0378331005 verbuchten am Mittwoch Kursaufschläge von bis zu 1,8 Prozent.

Bei den Standardwerten hielt sich die Freude in Grenzen. Der Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 schloss mit minus 0,09 Prozent auf 33 531,33 Punkten. Der marktbreite S&P 500 US78378X1072, der auch viele Tech-Aktien enthält, legte um 0,45 Prozent auf 4137,64 Zähler zu.

Marktspekulationen über Zinssenkungen der US-Notenbank Fed ab Sommer seien aber verfehlt, hieß es von der Commerzbank. Die Inflation habe zwar ihren Höhepunkt überschritten, doch gehe der Rückgang sehr langsam vonstatten. Das unterliegende Inflationsproblem sei nicht gelöst. Von den Experten von Capital Economics hieß es, die Daten dürften die Fed wohl nicht dazu bringen, die Zinsen im Juni erneut anzuheben. Andererseits aber bestehe die Gefahr, dass diese doch noch etwas länger als gedacht auf hohem Niveau blieben.

Im Fokus standen am Markt zudem die Papiere des Fintech-Unternehmens Upstart US91680M1071 mit einem Kurssprung von mehr als einem Drittel. Der Kreditvermittler übertraf im vergangenen Quartal die Erwartungen und sorgte zudem mit einem optimistischen Ausblick für gute Laune bei den Anlegern. Trotz der Zurückhaltung seiner Bankpartner im Zuge der US-Regionalbankenkrise konnte sich Upstart weitere Mittel langfristig sichern.

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Im Lithium-Sektor will der australische Konzern Allkem AU0000193666 den US-Branchenkollegen Livent US53814L1089 übernehmen. Inmitten steigender Nachfrage nach Batterien für Elektrofahrzeuge befindet sich der Sektor damit weiter auf Konsolidierungskurs. Livent schlossen 5,2 Prozent höher. Die in New York gehandelten Allkem-Papiere legten um 13,6 Prozent zu.

Deutlich gefragt waren auch die Papiere von Syneos Health US87166B1026 mit einem Kursgewinn von 8,8 Prozent. Der Pharmapartner bei klinischen Studien führt Übernahmegespräche mit einem privaten Konsortium.

Klar abwärts ging es dagegen für die Anteile von Airbnb US0090661010US0090661010 und der Drive-Through-Kaffeekette Dutch Bros US26701L1008. JPMorgan hatte die Aktien von Dutch abgestuft - der Bericht zum ersten Quartal habe den letzten Ausschlag hierfür gegeben, hieß es. Die Anteile verloren rund zwölf Prozent. Der Apartment- und Zimmervermittler Airbnb enttäuschte derweil mit einem verhaltenen Geschäftsausblick. Dessen Papiere sackten um fast elf Prozent ab.

Der erneute Inflationsrückgang in den USA trieb den Euro EU0009652759 zeitweise über 1,10 US-Dollar. Nach dem Wall-Street-Schluss kostete die Gemeinschaftswährung 1,0982 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0950 (Dienstag: 1,0959) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,9132 (0,9125) Euro gekostet.

Auch US-Staatsanleihen reagierten mit deutlichen Gewinnen auf die Inflationsdaten. Der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen (T-Note-Future) stieg zuletzt um 0,58 Prozent auf 115,86 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Papiere rutschte im Gegenzug auf 3,44 Prozent ab./ajx/he

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---