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ROUNDUP/Aktien New York: Gewinne weg - Gute Wirtschaftsdaten stimmen vorsichtig

NEW YORK (dpa-AFX) -Die US-Börsen sind am Dienstag nach einem festen Auftakt schnell ins Minus gedreht. Grund sind bessere Stimmungsdaten aus der US-Industrie als erwartet. Dies schürte wieder die Sorgen, die US-Notenbank Fed könnte am Mittwoch ihren harten geldpolitischen Kurs mit großen Zinserhöhungen unvermindert fortsetzen, nachdem es zuletzt eher Hoffnung auf ein weniger rasantes Tempo bei den Erhöhungen gegeben hatte.

Nach dem ungewöhnlich starken Oktober mit einem Kurszuwachs von nahezu 14 Prozent verlor der Dow Jones Industrial US2605661048 zuletzt 0,20 Prozent auf 32 666,11 Punkte. Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 sank um 0,11 Prozent auf 3867,64 Punkte. Der überwiegend mit Technologiewerten bestückte Nasdaq 100 US6311011026 rutschte um 0,30 Prozent auf 11 371,37 Zähler ab.

Gerüchte über einen allmählichen Ausstieg Chinas aus der Null-Covid-Politik hatten zum Handelsstart den Indizes zunächst noch Auftrieb gegeben und für einen freundlichen November-Beginn gesorgt. An den Börsen in China und Hongkong waren Aktien von Technologieunternehmen gestiegen. Dies wirkte sich in New York positiv auf Hinterlegungsscheine (ADRs) chinesischer Unternehmen wie die der Internethandelskonzerne Alibaba US01609W1027 und JD.com US47215P1066 sowie des Suchmaschinenbetreibers Baidu US0567521085, welche um bis zu 6,6 Prozent anzogen.

Uber US90353T1007 schnellten um 16 Prozent hoch. Die Aktien des US-Fahrdienstanbieters profitierten von einem stärker als erwartet ausgefallenen Quartalsumsatz. Zudem verringerte das Unternehmen seinen Verlust. Im Sog von Uber gewannen die Titel des Konkurrenten Lyft 8,5 Prozent.

Die Aktien der Pharmahersteller Pfizer US7170811035 und Eli Lilly US5324571083 strebten in unterschiedliche Richtungen. Pfizer hatte zur Zahlenvorlage ungeachtet des starken US-Dollar die Jahresziele angehoben, was den Aktien ein Plus von 3,1 Prozent eintrug. Eli Lilly dagegen kappte angesichts der Dollarstärke sowohl das Umsatz- als auch das Gewinnziel für das laufende Jahr, die Aktien büßten 4,6 Prozent ein.

Im Fokus steht zudem der Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson (J&J) US4781601046 mit einem Übernahmevorhaben. Ziel der Begierde ist der Herzpumpenhersteller Abiomed US0036541003. Geboten werden - Meilensteinzahlungen ausgeklammert - 380 US-Dollar je Aktie in bar oder insgesamt 16,6 Milliarden US-Dollar. Während Abiomed um gut 50 Prozent nach oben sprangen, gaben J&J um 0,5 Prozent nach.