Werbung
Deutsche Märkte schließen in 7 Stunden 56 Minuten
  • DAX

    17.778,40
    -248,18 (-1,38%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.914,33
    -70,15 (-1,41%)
     
  • Dow Jones 30

    37.735,11
    -248,13 (-0,65%)
     
  • Gold

    2.387,80
    +4,80 (+0,20%)
     
  • EUR/USD

    1,0618
    -0,0008 (-0,07%)
     
  • Bitcoin EUR

    59.626,00
    -3.066,73 (-4,89%)
     
  • CMC Crypto 200

    885,54
    0,00 (0,00%)
     
  • Öl (Brent)

    85,83
    +0,42 (+0,49%)
     
  • MDAX

    26.044,31
    -402,83 (-1,52%)
     
  • TecDAX

    3.290,04
    -44,28 (-1,33%)
     
  • SDAX

    14.047,76
    -210,32 (-1,48%)
     
  • Nikkei 225

    38.471,20
    -761,60 (-1,94%)
     
  • FTSE 100

    7.866,26
    -99,27 (-1,25%)
     
  • CAC 40

    7.925,47
    -119,64 (-1,49%)
     
  • Nasdaq Compositive

    15.885,02
    -290,08 (-1,79%)
     

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Zins- und Konjunktursorgen hemmen die Anleger

FRANKFURT (dpa-AFX) -Der Dax DE0008469008 hat am Mittwoch unter dem Eindruck schlechter Wirtschaftssignale und neuer Zinssorgen im Minus geschlossen. Zum Grübeln brachte die Anleger der jüngste Höhenflug der Ölpreise, aber auch ein Einbruch der Auftragseingänge in Deutschland im Juli. Allerdings relativierten sich die Verluste am Nachmittag etwas.

Der Dax, der im Verlauf mit 15 676 Punkten auf das niedrigste Niveau seit mehr als einer Woche fiel, ging 0,19 Prozent tiefer bei 15 741,37 Punkten aus dem Handel. Er blieb damit in seiner jüngsten Spanne zwischen etwa 15 500 und 16 000 Punkten. Der Leitindex zeigte sich damit besser als das gesamteuropäische Umfeld. Auch der MDax DE0008467416 mit den mittelgroßen deutschen Werten gab am Mittwoch stärker um 0,83 Prozent auf 27 437,26 Zähler nach.

Am Markt wurde die Sorge vor einer "Stagflation" als Hemmschuh genannt. Gemeint ist damit eine Situation, in der die Inflation steigt, ein Wirtschaftswachstum aber ausbleibt. Während die Ölpreise den Inflationsdruck wieder erhöhen und damit auch die Zinssorgen der Anleger, kamen mit den deutschen Auftragseingängen alarmierende Signale aus der größten europäischen Volkswirtschaft.

Der Marktbeobachter Michael Hewson von CMC Markets bezeichnete den Rückgang der deutschen Auftragseingänge mit 11,7 Prozent als "erstaunlich hoch". Nach einem extrem guten Juni erwähnte er aber auch deren schwankenden Charakter. Dafür verantwortlich war ein Sondereffekt: Ein im Juni verbuchter Großauftrag wurde nun zur Belastung.

WERBUNG

"In einer Zeit, in der die deutsche Wirtschaft offensichtlich am Boden liegt, ist es kaum vorstellbar, dass Vertreter der Europäischen Zentralbank für weitere Zinserhöhungen plädieren", sagte Hewson. Rund eine Woche vor dem nächsten Entscheid hat deren Ratsmitglied Klaas Knot am Mittwoch aber erwähnt, die Märkte unterschätzten die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Erhöhung.

Hierzulande und auch europaweit EU0009658806 litten zum Beispiel die konjunkursensiblen Finanzwerte relativ stark unter den eingetrübten Wirtschaftsaussichten. So büßten im Dax DE0008469008 die Aktien der Deutschen Bank DE0005140008 1,9 Prozent und die der Commerzbank DE000CBK1001 3,3 Prozent ein.

Anleger griffen dagegen zu bei Aktien, die als defensiv gelten. Dazu zählten die Aktien von RWE DE0007037129, die sich um 1,3 Prozent von ihrem jüngsten Kursrutsch erholten. Sam Arie von der UBS machte in einer Studie Hoffnung auf eine Trendumkehr. Bei Unternehmen wie RWE habe sich die Bewertung abgekoppelt von den Gewinnperspektiven, was für Anleger Chancen mit sich bringe.

Auch im Chemiesektor sorgte eine Analystenstimme für Hoffnung auf bessere Zeiten. JPMorgan-Analyst Chetan Udeshi schrieb in einer Studie von Anzeichen einer möglichen Nachfrageerholung in den kommenden Quartalen. Im MDax DE0008467416 legten die Kurse von Lanxess DE0005470405, Evonik DE000EVNK013 und Wacker Chemie DE000WCH8881 zwischen 1,6 und 3,0 Prozent zu.

Im Nebenwerteindex SDax DE0009653386 gewannen die Anteilsscheine von United Internet DE0005089031 1,5 Prozent an Wert. Der Mobilfunk- und Internetkonzern steigt Mitte September in den MDax auf, was Händlern zufolge etwas überraschend kommt.

Auf europäischer Bühne gab der EuroStoxx EU0009658145 um 0,72 Prozent auf 4238,26 Zähler nach. In Paris gab es relativ deutliche Verluste, während der Handel in London moderat im Minus zu Ende ging. An der Wall Street stand der Dow Jones Industrial US2605661048 zuletzt mit einem halben Prozent im Minus.

Der Euro EU0009652759 wurde zuletzt zu 1,0717 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs zwischenzeitlich auf 1,0745 (Dienstag: 1,0731) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9306 Euro.

Im Rentenhandel fiel die Umlaufrendite von 2,70 Prozent am Vortag auf 2,63 Prozent. Der Rentenindex Rex DE0008469107 gab um 0,09 Prozent auf 124,01 Punkte nach. Der Bund-Future DE0009652644 lag 0,37 Prozent tiefer bei 130,91 Punkten./tih/nas

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---